SBB plant neue Brücke über die Aare

SBB plant neue Brücke über die Aare

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Die SBB beginnen Ende 2016 mit der Planung einer neuen Aarebrücke bei Uttigen. Die bestehende Brücke erreicht 2025 das Ende ihrer Lebensdauer.

Die neue Brücke wird länger als die alte, denn bei Uttigen plant der Kanton eine Verbreiterung des Aaarebetts. Die SBB werde diese Verbreiterung bei der Planung berücksichtigen, sagt SBB-Sprecherin Franziska Frey auf Anfrage. Das Brückenprojekt hänge nicht direkt mit „aarewasser“ zusammen, sondern gehe eben auf das Ende der Lebensdauer des Bauwerks zurück. Zu den Kosten kann die SBB derzeit noch nichts sagen.

Dass der Kanton an dieser Stelle das Aarebett verbreitern will, begründet er mit der Bedeutung dieser Stelle für das Niveau des Grundwasserspiegels bei Uttigen. Das geht aus den im Internet (www.aarewasser.ch) zugänglichen Informationen zum Projekt „aarewasser“ hervor. Dieses umfasst an insgesamt 25 Stellen eine Lockerung des Korsetts, das dem Fluss im vorletzten Jahrhundert verpasst worden ist. Mit den Eingriffen will der Kanton Bern auch das Problem lösen, dass sich die Aare zwischen den beiden Städten je länger, je mehr in den Untergrund eingräbt. Dieser Zustand gefährdet langfristig die Trinkwasserfassungen entlang der Aare und verändert Flora und Fauna. Ausserdem werden die heutigen Uferverbauungen immer mehr unterspült und bröckeln.

Für das Projekt – eins der bedeutendsten Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekte der Schweiz – sollen bis ins Jahr 2050 etwa 120 Millionen Franken investiert werden. Zurzeit sind die Arbeiten am bereits genehmigten Projekt jedoch sistiert. Grund dafür sind zwei Interventionen der bernischen Finanzkontrolle sowie die Komplexität des Grossprojekts. (sda)