Sanierung soll Sicherheit erhöhen

Sanierung soll Sicherheit erhöhen

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Den Bauarbeiten für die Sicherung der Stauanlage Wasserkraftwerk Mühleberg steht nichts mehr im Weg, denn das Gericht hat die Beschwerden gegen das Vorhaben abgewiesen. Die Bauarbeiten kosten 12 Millionen Franken und dauern voraussichtlich sieben Monate.

Der Berner Energiekonzern BKW will in den nächsten Tagen Arbeiten bei der Stauanlage am Wohlensee, unweit des Atomkraftwerks Mühleberg, in Angriff nehmen. Das Stauwehr soll durch 18 Meter lange Bohrpfähle mit Stahlrohren besser im Untergrund verankert werden.

Mit den Bohrpfählen soll die Erdbebensicherheit der Stauanlage am Wohlensee und damit auch die Sicherheit des flussabwärts liegenden Atomkraftwerks Mühleberg weiter und erhöht werden.

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima stand, vorab in Umweltaktivisten-Kreisen, die Befürchtung im Raum, dass der Wohlensee-Staudamm einem starken Erdbeben allenfalls nicht standhalten könnte. Der Energiekonzern BKW betonte demgegenüber stets, der Damm sei sicher, man halte die gesetzlichen Bestimmungen zur Erdbebensicherheit ein.

Im Sinne ihrer "Safety-first-Politik" wolle die BKW aber die Sicherheit der Stauanlage auch über das gesetzlich geforderte Mass hinaus verstärken.

Gericht geht nicht auf Einsprachen ein

Ende April 2013 erteilte der Kanton Bern die Baubewilligung für die Verstärkung der Stauanlage. Dagegen erhoben Anwohner mit Unterstützung aus Umweltkreisen Einsprache. Sie kritisierten, die Pfähle könnten den Staudamm möglicherweise sogar schwächen anstatt verstärken. Ihre Aussagen stützten die Einsprecher auf Untersuchungen eines Wiener Geotechnikprofessors.

Das zuständige Gericht trat auf die Beschwerden Mitte August nicht ein. Damit sei der Entscheid rechtskräftig und die BKW verfüge über eine rechtskräftige Baubewilligung, teilte der Energiekonzern am Dienstag mit.

Die Bauarbeiten werden rund sieben Monate dauern. Die Kosten wurden bislang mit rund 12 Millionen Franken veranschlagt. (ffi/sda)