Sakrale Stationen für die Transsibirische Eisenbahn

Sakrale Stationen für die Transsibirische Eisenbahn

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Die Kamvari Architects liessen sich von traditionellen russischen Holzkirchen inspirieren. (Kamvari Architects) 1/6

Wie könnten die Stationen entlang der Transsibirischen Eisenbahn aussehen? Diese Frage stellte die internationale Wettbewerbsplattform www.beebreeders.com und kürte ein an eine Kirche erinnerndes Projekt zum Sieger.

Durch den Ural und die schier endlose Taiga verbindet die transsibirische Eisenbahn Moskau mit Wladiwostock am japanischen Meer. Mit ihren rund 9300 Kilometern ist sie die längste Eisenbahnstrecke der Welt. Vor hundert Jahren mit der Fertigstellung des letzten Teilstücks offiziell eröffnet ist die Linie nicht nur für Russen, sondern immer öfter auch für abenteuerlustige Touristen wichtig geworden. Während das Rollmaterial längst modernisierungsbedürftig ist, hat die internationale Wettbewerbsplattform www.beebreeders.com einen Ideenwettbewerb für die Stationen entlang der Transib ausgeschrieben.

Inspiriert von den traditionellen russischen Holzkirchen haben die Architekten des Londoner Büros Kamvari Holzbauten entworfen, deren Gestaltung althergebrachte Bauweisen mit neuen digitalen Techniken verbindet. Die kleinen Bahnhöfe ähneln zwar wegen ihres Turms tatsächlich einem Gotteshaus, wirken aber gleichzeitig sehr dynamisch. Mit ihrer geschwungenen Form scheinen sie beinahe vorwärts zu gleiten. Weil die klimatischen Bedingungen entlang der Bahnlinie oft rau sind, testeten die Architekten mittels Computerprogrammen ob sie Wind und sengender Sonne standhalten. Zudem konzipierten sie die Stationen so, dass sie sich in zwei Teilen vor-
fabrizieren lassen sowie per Bahn transportiert und vor Ort nur noch zusammengefügt werden können.

Die Idee überzeugte die Jury von www.beebreeders.com: Das britische Büro landete mit seiner Vision auf dem ersten Platz. (mai)