Rhätische Bahn trotz weniger Passagieren im Plus

Rhätische Bahn trotz weniger Passagieren im Plus

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Die Rhätische Bahn (RhB) schliesst das Geschäftsjahr 2015 mit einem positiven Ergebnis von 136'000 Franken ab. Allerdings transportierte die Bahn weniger Fahrgäste als im Vorjahr. Zudem wurden weniger Autos verladen.

Unter dem Strich seien die "Umsatzerwartungen im Umfeld der Frankenstärke" nicht ganz erfüllt worden, teilte die RhB in Chur mit. Insgesamt wurden letztes Jahr 9,4 Millionen Passagiere befördert oder 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen im Personentransport schrumpften um knapp vier Millionen auf 93,8 Millionen Franken.

Der Autoverlad transportierte 467'000 Fahrzeuge oder 1,2 Prozent weniger. Der Ertrag sank um 0,2 Millionen auf 14,5 Millionen Franken. Vor allem dank Effizienzsteigerung kletterten die Einnahmen im Güterverkehr um 0,6 Millionen auf 14,1 Millionen Franken.

Zum insgesamt positiven Jahresergebnis von 136'000 Franken (Vorjahr 186'000) trug unter anderem das Nebengeschäft mit Immobilien bei. Total verzeichnete das Bahnunternehmen Einnahmen von 346,9 Millionen Franken. Dazu gehören die Abgeltungen von Bund und Kanton Graubünden in der Höhe von 174 Millionen Franken.

214 Millionen Franken oder neun Millionen mehr als vergangenes Jahr wurden investiert. Allein für die Erneuerung der Infrastruktur – unter anderem für das Grossprojekt „Albulatunnel II“ – setzte die RhB 56 Millionen ein. Auch bei den Bahnhofsumbauten St. Moritz und Küblis hätten gross Baufortschritte erzielt werden können, heisst es.

Die Bahnchefs erwarten im laufenden Jahr keine wesentlichen Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld. Sie glauben aber mittelfristig an eine leichte Erholung im Tourismus. Um den nächsten Schritt nach vorne zu machen, müssten die Kosten weiter optimiert und ein Wachstum bei den Reisenden erzielt werden, wird der stellvertretende Direktor Christian Florin zitiert. (sda/mt)