Rekordtiefe Schwarzarbeitsquote in der Schweiz

Rekordtiefe Schwarzarbeitsquote in der Schweiz

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Schwarzarbeit ist in der Schweiz rückläufig, letztes Jahr betrug der Anteil der Schattenwirtschaft an der gesamten Wirtschaftsleistung noch 6,9 Prozent. Im Vergleich mit anderen OECD-Ländern ist dies ein ausgezeichnetes Resultat.

Für dieses Jahr rechnet der Ökonom Friedrich Schneider von der Universität Linz (A) damit, dass in der Schweiz das Schattenwirtschaftsvolumen zurück geht, und zwar auf 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Allerdings wurde die Aufhebung des Mindestkurses ist bei diesen Prognosen allerdings noch nicht berücksichtigt.

Neben der eigentlichen Schwarzarbeit fallen auch illegale Beschäftigung und kriminelle Aktivitäten unter die Schattenwirtschaft. 2009 machte dieser Sektor noch 8,3 Prozent des offiziellen BIP aus, dies hat Schneider anhand der Bargeldnachfrage errechnet. Seither ist der Anteil dank des Wirtschaftsaufschwungs stetig zurückgegangen.  Auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet, schätzte der Linzer Wirtschaftsprofessor die Zahl der Schwarzarbeiter in der Schweiz für 2014 auf 427'000 Personen. Hinzu kommen noch rund 63'000 illegale ausländische Beschäftigte.

Unterschiedliche Nachbarländer

Im europäischen Vergleich steht die Schweiz beim Schattenwirtschaftsvolumen mit 6,5 Prozent des BIP gemäss Schneiders Berechnungen als absolute Musterschülerin da. Bei den OECD-Ländern rangiert die Schweiz auf Platz eins, nur die USA weisen mit 5,9 Prozent eine tiefere Quote aus. An dritter Stelle steht Neuseeland mit 8 Prozent, an vierter Österreich mit 8,2 Prozent. Die Quote der Nachbarländer Deutschland und Frankreich beläuft sich bei beiden auf 12,2 Prozent. An zweitletzter Stelle folgt Italien mit 20,1 Prozent. Das Schlusslicht bildet Griechenland mit 22,4 Prozent. (mai/sda/mgt)