Rekord: In Zermatt steht das grösste Iglu der Welt

Rekord: In Zermatt steht das grösste Iglu der Welt

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Mit der Wasserwaage wird die Neigung des mit Hilfe von Wasser eingeebneten Bodens gemessen. (©www.iglu-dorf.com) 1/24

Zu ihrem 20-Jahr-Jubiläum baute die Iglu-Dorf GmbH in Zermatt VS das grösste Schneeiglu der Erde. Die Ausmasse sind beachtlich: 12,9 Meter Innendurchmesser und 9,92 Meter Innenhöhe. Zugleich ist der Bau auch der höchstgelegene Showroom der Welt.

Zu ihrem 20-Jahr-Jubiläum hat sich die Iglu-Dorf GmbH mit Sitz in Stanstad etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das Unternehmen, das an sieben Standorten in Europa jedes Jahr Hotels aus Schnee baut, wollte es mit dem weltgrössten Iglu ins Guinness Buch der Rekorde schaffen. Das Vorhaben ist gelungen, der Rekord ist kürzlich offiziell bestätigt worden: Der Durchmesser im Inneren ist exakt 12,9 Meter, die Innenhöhe 9,92 Meter.

Das riesige Iglu steht in Zermatt zwischen den Stationen Riffelberg und Rotenboden der Gornergrat-Bahn und ist in nur elf Tagen hochgezogen worden. Zwei Teams à sieben bis neun Leute bauten praktisch 24 Stunden – und das bei oft unbeständigem Wetter. Teilweise sanken die Temperaturen in der Nacht auf minus 24 Grad Celsius. Das ging sowohl Mensch als auch Maschine an die Nieren. So arbeiteten die Iglu-Bauer mit Skibrille und Gesichtsmaske. „Aber krank wurde niemand, und auch sonst ist uns nichts Ernsthaftes passiert“, sagt Adrian Günter, Gründer der Iglu-Dörfer und Bauleiter eines Teams. Anders die Maschinen: Die Ketten der Motorsägen, mit denen die einzelnen Schneeblöcke zurechtgeschnitten wurden, hielten den extremen Bedingungen nicht stand und rissen mehr als einmal. Auch der Lift, der die insgesamt 1387 verbauten Blöcke – sie waren immerhin 35 bis 45 Kilogramm schwer – in die Höhe hieven sollte, gab den Geist auf. Also war Handarbeit angesagt; ein echter Knochenjob.

Doch die Teams bauten Reihe um Reihe. „In die unterste schnitten wir eine Spirale hinein, sodass alle Blöcke über eine Aufwärtsbewegung verfügten und sich so gegenseitig stützten“, erklärt Günter das Geheimnis des Iglu-Baus. Diese erste Reihe bildete denn auch das Fundament. Hierfür wurde sie mit Wasser begossen. Es gefror, und so bildete sich ein Eisring. Um bei einem derart grossen Iglu die Stabilität zu garantieren, wurde es auch rundum beschneit. „Sogar ein Pistenfahrzeug kann darüberfahren, ohne dass es zusammenfällt“, so Günter. Deshalb sieht der Bau nun auch nicht wie ein klassisches Iglu aus, sondern eher wie ein kleiner Berg.

Weltrekord Nummer zwei

Im Inneren bauten die beiden Teams eine Plattform aus Schnee, auf der Bilder zu 20 Jahren Iglu-Dörfer sowie eine Dokumentation zum Weltrekord-Projekt zu besichtigen sind. Das ist aber noch nicht alles, was es im grössten Iglu der Welt zu sehen gibt. Auch Eisskulpturen gibt es. Und ein Auto: Knapp zwei Tonnen Granitboden wurden verlegt, um gemeinsam mit Hauptpartner Volvo den zweiten Weltrekordversuch zu erreichen: den höchstgelegenen Showroom der Welt, der den neuen Volvo XC90 zeigt. Der Wagen wurde extra zu diesem Zweck Ende Januar per Helikopter auf den Berg geflogen. (mt)



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