Rampe auf dem Sitterviadukt der A1

Rampe auf dem Sitterviadukt der A1

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Teaserbild-Quelle: Symbolbild: Rainer Sturm, Pixelio

Für dringend nötige Bauarbeiten auf dem Sitterviadukt der St. Galler Stadtautobahn waren Ende letzter Woche besondere Vorbereitungsarbeiten nötig: In einer Nacht wurde eine 106 Meter lange Fly-Over-Rampe montiert. Sie ermöglicht eine Sanierung der Brückenanschlüsse ohne langfristige Störungen des Verkehrs.

Der Grund der Arbeiten am Sitterviadukt ist die mangelhafte Abdeckung der Fuge zwischen Brücke und Terrain am Ostrand des Bauwerks. Diese war vor 30 Jahren beim Bau der 675 Meter langen und 80 Meter breiten Betonbalkenbrücke in Stahllamellen ausgeführt worden. Die Abdeckung muss aus Sicherheitsgründen schnellstmöglich ersetzt werden. Deshalb hatte sich das Bundesamt für Strassen (Astra) entschlossen, diese Arbeiten noch vor der geplanten Gesamtsanierung ab 2020 durchführen zu lassen.

Während einer nächtlichen Sperrung wurde die 230 Tonnen schwere Hilfsbrücke montiert. Dafür musste die A1 in Richtung Zürich zwischen dem Schoren und Winkeln gesperrt werden. Danach wurden die Einzelteile der sogenannten Fly-Over-Rampe auf die Fahrbahn am Ostrand des Sitterviadukts gehoben und zusammengesetzt. Die dreispurige  Stahlkonstruktion wurde mit Hilfe von zwei grossen und einem kleinen Pneukranen aneinander gefügt. Die dreispurige Fahrbahn liegt nun gut zwei Meter über dem normalen Strassenniveau. Die Bauarbeiten für den Ersatz der Fahrbahnübergänge finden unterhalb der Hilfskonstruktion mit einer freien Arbeitshöhe von 1,60 bis 1,80 Metern statt. Die erhöhte Fahrspur ermöglicht nicht nur den kontinuierlichen Bauablauf bei laufendem Verkehr, sie verbessert auch die Sicherheit für die Bauarbeiter.

Bereits in den frühen Morgenstunden konnte der Verkehr wieder freigegeben werden. Eine geringe Verkehrseinschränkung besteht in Richtung Zürich allerdings: Über den „Hügel“ geht es nur mit Tempo 60, damit die Auf- und Abfahrt möglichst sanft verläuft. Nächtliche Teil- und Vollsperrungen der Autobahn sind nochmals für die Montage zweier grosser Bauteile sowie für die Verschiebung der Fly-Over-Rampe in der Nacht vom 31. August auf den 1. September geplant. Die Hilfskonstruktion wird dabei abmontiert und auf der Fahrbahn in Richtung St. Margrethen wieder zusammengesetzt.

Noch vor Beginn der Olma sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Ab dem 26. September läuft der Verkehr dann wieder störungsfrei. Die Kosten der Sanierung betragen rund 1,5 Millionen Franken. (Astra/cb)