Quartalserhebung des SBV: Bauhauptgewerbe auf Erholungskurs

Quartalserhebung des SBV: Bauhauptgewerbe auf Erholungskurs

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Die Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe sind gestiegen: In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres haben sich die Umsätze gegenüber 2015 um etwas mehr als sieben Prozent erhöht. Allerdings liegen sie damit noch immer unter den Umsätzen von 2014. Dies zeigt die aktuelle Quartalsstatistik des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV).

Während das Baujahr 2015 von Umsatzeinbussen geprägt war, stehen die ersten neun Monate des laufenden Jahres im Zeichen der Erholung. So sind die Umsätze im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahr um 7.4 Prozent oder auf 14.7 Milliarden Franken gestiegen. Dabei legten sowohl Hoch (+6.6%) als auch Tiefbau (+8.2%) zu. Trotzdem liegen die Umsätze damit noch immer etwas unter dem Niveau von 2014 Der SBV nimmt an, dass sich diese positive Entwicklung kurzfristig fortsetzen wird. Dies, weil Verband Auftragsbestände sowie erwartete Umsätze für das aktuelle, vierte Quartal höher sind als im Vorjahr.

Das Umfeld für das Baugewerbe sei weiterhin gut.  Allerdings ist die Nettoeinwanderung – ein zentraler Faktor für die Baunachfrage - im laufenden Jahr spürbar zurückgegangen. Derweil sorgen die geringen Anleiherenditen für die Attraktivität von Mietwohnungen als Anlageobjekte, was sich in hohen Investitionen in neue Mietwohnungen niederschlägt. Allerdings absorbiert der Markt seit einigen Jahren nicht mehr alle neu gebauten Wohnungen, wodurch die Leerstandsquote steigt. Dadurch schrumpft das Potenzial für neue Wohnungen mittel- bis langfristig, während parallel dazu das Risiko für einen Einbruch der Wohnbautätigkeit steigt. Die Leerstandsquote läge jedoch immer noch auf einem normalen Niveau, schreibt der SBV in seiner Medienmitteilung. In den Zentren sei sie gar weiterhin sehr tief. Höher sei sie im Speckgürtel der Zentren und in ländlich geprägten Gebieten.

Aufgrund dieser Entwicklungen rechnet der SBV damit, dass das Bauvolumen im laufenden Jahr höher sein wird als 2015, jedoch das Niveau des Rekordjahres 2014 nicht mehr erreicht. (mai/mgt)