PSP Swiss Property verdient mehr und bekommt neuen Chef

PSP Swiss Property verdient mehr und bekommt neuen Chef

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Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property hat im Geschäftsjahr 2016 unter anderem dank des Verkaufs von Eigentumswohnungen um Bewertungseffekte bereinigt mehr verdient. Ab der kommenden GV übernimmt Unternehmenschef Luciano Gabriel das Präsidium. Seine bisherige Position übernimmt der Finanzchef.

Der Liegenschaftsertrag nahm im Berichtsjahr um 0,5 Prozent auf 276,3 Millionen Franken zu, wie es in einer Meldung heisst. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA kam unter Ausklammerung der Liegenschaftserfolge bei 241,6 Millionen Franken zu liegen, im Vergleich zu 232,7 Millionen Franken im Vorjahr. Entsprechend stieg der Reingewinn um 7,0 Prozent auf 172,5 Millionen Franken.

Als Hauptgrund für die Ergebnisverbesserung gibt PSP den Verkauf von Eigentumswohnungen an, beim "Salmenpark" in Rheinfelden und beim Wohnturm "Black" auf dem Zürcher Löwenbräu-Areal. Der Ertrag aus dem Eigentumswohnungsverkauf erhöhte sich auf 14,2 Millionen Franken nach 11,0 Millionen Franken im Vorjahr.

Liegenschaftsportfolio abgewertet

Mit den Bewertungseffekten belief sich der Reingewinn lediglich noch auf 134,9 Millionen Franken. 2015 waren es noch 187,7 Millionen Franken gewesen. Die auf dem Liegenschaftsportfolio vorgenommenen Abwertungen gibt das Immobilienunternehmen mit 50,2 Millionen Franken an. Im Vorjahr war das Portfolio um 33,8 Millionen Franken aufgewertet worden. Ein Grossteil der 2016 bilanzierten Abwertungen – 42,4 Millionen Franken – seien auf das Konto der Projektentwicklungen gegangen, in erster Linie auf ein Projekt in Genf und mehrere Renovationen in Zürich und Basel, heisst es weiter.

Das Eigenkapital bewegte sich per Ende 2016 auf soliden 3,87 Milliarden Franken, was einer Eigenkapitalquote von 54,9 Prozent entspricht, im Vergleich zu 57,0 Prozent im Vorjahr. Bis 2019 würden keine grösseren zugesicherten Bankkredite fällig, heisst es in der Mitteilung.

Ende 2016 umfasste das Immobilienportfolio von PSP 161 Büro- und Geschäftshäuser sowie vier Entwicklungsareale und sechs Einzelprojekte. Der gesamte Bilanzwert des Portfolios wird mit 6,89 Milliarden Franken  angegeben, wobei während des Jahres für 145 Millionen Franken ein Bürohaus in Zürich-West und zwei kleinere Objekte in Freiburg und Zurzach für insgesamt 12,9 Millionen Franken erworben wurden.

Der durchschnittliche Leerstand kam am Bilanzstichtag nach Umklassifizierungen wegen Renovationsvorhaben von Anlage- in Entwicklungsliegenschaften bei 9,3 Prozent zu liegen; dies nach 9,4 Prozent per Ende September 2016 und 8,5 Prozent per Ende 2015.

Marktumfeld bleibt anspruchsvoll

Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet PSP mit einem EBITDA vor Bewertungseffekten von 225 Millionen Franken. Der erwartete Rückgang komme infolge tieferer prognostizierter Erträge aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen zustande, begründet die Gesellschaft. Ferner dürfte der Liegenschaftsertrag wegen Renovationsarbeiten leicht sinken.

Insgesamt rechnet PSP mit Blick auf die anhaltend tiefen Zinsen mit einer nach wie vor guten Nachfrage der Investoren für den Kauf von Geschäftsliegenschaften an guten Lagen. In Sachen Zukäufe werde sich PSP selber weiter in Zurückhaltung üben, da der Markt für Büro- und Verkaufsflächen anspruchsvoll bleibe.

Sesselrücken in der Chefetage

Verwaltungsratspräsident Günther Gose stellt sich an der Generalversammlung vom 5. April nicht mehr zur Wiederwahl. Ihn soll der heutige Chef und Verwaltungsratsdelegierte Luciano Gabriel ersetzen. Gose war 17 Jahre lang Teil des Verwaltungsrats. Als Nachfolger von Gabriel auf dem Chefsessel ist indessen Finanzchef Giacomo Balzarini ernannt worden. Er werde ab Anfang April sowohl als Unternehmenschef wie auch als Finanzchef amten. Der neue operative Chef (COO) heisst ab dann Martin Heggli. Er ist seit 2005 fürs Controlling bei PSP verantwortlich.

Projekte auf der Zielgeraden

Im letzten Jahr hat PSP die laufenden Arealentwicklungen und Projekte "planmässig" weitergeführt. So sei beim Salmenpark in Rheinfelden die erste Bauetappe – Büro- und Gewerbeflächen, Alters- und Pflegeheim sowie MIet- und Eigentumswohnungen – mit einer Investitionssumme von rund 190 Millionen Franken fertiggestellt worden. Die zweite Etappe wird rund 70 Millionen kosten. Es handelt sich dabei um 96 Wohneinheiten, die zum Verkauf stehen. Die revidierte Baueingabe sei Ende 2016 erfolgt, der Bau soll diesen Herbst beginnen.

In Paradiso bei Lugano erstellt PSP mit dem Projekt "Residenza Parco Lago" auf 13‘000 Quadratmetern Nutzfläche Eigentumswohnungen sowie Büro-, Gewerbe und Verkaufsflächen. Die Investitionssumme beträgt rund 80 Millionen Franken. Der Bau beginnt noch in diesem Quartal und soll gegen Ende 2019 fertig sein. (sda awp/mt)