Protestaktion auf der Grossbaustelle Glattpark

Protestaktion auf der Grossbaustelle Glattpark

Gefäss: 
Mehr als 450 Bauarbeiter auf der Grossbaustelle Glattpark in Opfikon haben am Dienstag eine verlängerte Mittagspause gemacht. Mit dieser Protestaktion forderten sie zusammen mit der Gewerkschaft Unia eine Lohnerhöhung von 80 Franken pro Monat. Der Baumeisterverband lehnt die Forderung ab.
 
In einem Punkt sind sich der Baumeisterverband und die Gewerkschaft Unia einig: Der Bauwirtschaft geht es blendend – nicht zuletzt dank dem Einsatz der Bauarbeiter. Damit ist es mit der Einigkeit aber auch schon vorbei. Denn während die Gewerkschaft eine Erhöhung der Löhne um 80 Franken fordert, stellt sich der Baumeisterverband auf den Standpunkt, dass die Löhne bereits hoch genug sind. Konkret sei die Kaufkraft des Durchschnittslohns von 2008 bis 2012 um 5,5 Prozent gestiegen. Gleichzeitig hätten sich die Gewinnmargen der Baufirmen aber kaum verändert .Was die Baubranche mehr eingenommen habe, sei demnach fast alles an die Mitarbeiter weitergereicht worden.
 
Dagegen hält die Unia dagegen fest, dass die Lohnerhöhung um 80 Franken pro Monat einer Reallohnerhöhung von rund 1,5 Prozent auf den Durchschnittslöhnen und knapp 2 Prozent auf den tiefsten Mindestlöhnen entspreche. Die Forderung sei demnach moderat und wirtschaftlich gut verkraftbar. Mit der Protestaktion vom Dienstag, an der mehr als 450 Bauarbeiter auf der Grossbaustelle Glattpark in Opfikon teilgenommen haben, wollte die Gewerkschaft Unia ein klares Signal für die morgigen Lohnverhandlungen setzen. Dann entscheidet sich, ob die Lohnerhöhung gewährt wird. (ffi/sda)