Preis für nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen

Preis für nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen

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Teaserbild-Quelle: Adolf Bereuter

Zum vierten Mal schreiben die Schweiz und Liechtenstein den Preis «Constructive Alps» aus. Mit dem Wettbewerb werden Bauobjekte und Sanierungen geehrt, die in vorbildlicher Weise für eine nachhaltige Architektur in den Alpen stehen.

Die Ansprüche an das nachhaltige Bauen in den Alpen sind hoch. Es geht um Fragen wie die Erschliessung der Liegenschaft mit dem öffentlichen Verkehr, die Art der Energieversorgung, die verwendeten Baumaterialien, den Umgang mit der Landschaft und die architektonische Qualität.

Um solche Bauten zu würdigen, vergeben die Schweiz und Liechtenstein zum vierten Mal den internationalen Preis für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen, Constructive Alps. Eine international besetzte Jury wird rund 30 Gebäude prämieren. Ausserdem konzipiert das Alpine Museum der Schweiz in Bern mit den ausgezeichneten Projekten eine Wanderausstellung. Interessierte können jetzt ihre Projekt einreichen, wie es in einer Mitteilung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) heisst, das für die Ausschreibung verantwortlich ist.

Letztes Jahr erhielt ein Projekt aus Österreich den ersten Platz, das Pfarrhaus in Krumbach im Bregenzerwald von Bernardo Bader Architekten, Bechter Zaffignani Architekten ZT und dem Architekturbüro DI Hermann Kaufmann ZT. Bei wenig Flächenverbrauch bietet es Wohnraum und belebt die 1000-Seelen-Gemeinde als Kultur- und Gemeindezentrum. Die mit dem zweiten Preis prämierten historischen Bauten in Valendas im Bündner Vorderrheintal, das Türalihus von Capaul & Blumenthal Architects und das Gasthaus am Brunnen von Gion A. Caminada Architekturbüro zeigen auf, wie nachhaltiger Tourismus, gesellschaftliches Leben und die Pflege des historischen Erbes einander stärken können. Die Casa Riga in Comano Terme in Italien von Studio di architettura Stefania Saracino e Franco Tagliabue landete wegen seiner nachhaltigen Bauweise letztes Jahr auf dem dritten Platz. Es befindet sich teilweise im Erdboden und belastet daher die Umwelt kau. Seinen Feriengästen bietet das Bauwerk gleichwohl viel Aussicht. (mt/pd)

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