Platznot in Greencity: Pausenplatz auf dem Dach?

Platznot in Greencity: Pausenplatz auf dem Dach?

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In Zürichs Vorzeige-Quartier Greencity ist auch ein Schulhaus geplant. Doch leider ist das Areal zu knapp bemessen. Deshalb überlegt man sich jetzt, den Pausenplatz auf das Dach des Schulhauses zu platzieren.

Mit dem Platz ist das so eine Sache: Manchmal hat man zu viel davon, oft aber auch zu wenig. Vor allem beim Bauen wird jeder Zentimeter ausgenützt. In Zürichs neu entstehendem Quartier Greencity auf der ehemaligen Industriebrache Sihl-Manegg ist man jetzt offenbar an Grenzen gestossen. Wie der Tagesanzeiger online berichtet, gibt’s nämlich beim geplanten Schulhaus ein Platzproblem: Das dafür vorgesehene Areal Allmend ist zu klein. Für den Pausenplatz reicht es offenbar nicht mehr. Doch eine Schule ist keine Schule ohne Pausenplatz. Deshalb wird über mögliche Lösungen nachgedacht. Eine davon ist, das Dach des mehrstöckigen Schulhauses als Pausenplatz zu nutzen. Entschieden ist aber noch nichts. Jetzt geht’s erst mal an die Vorbereitungen für den Architekturwettbewerb. Die Ausschreibung ist auf April 2016 geplant.

Aber weshalb ist der Platz für den Pausenplatz eigentlich zu knapp? Im Vorzeigeprojekt für die 2000-Watt-Gesellschaft hatte die Stadt ursprünglich weit weniger Wohnungen geplant. Doch dann stieg die Anzahl an, sodass das Schulhaus nun zwölf statt neun Klassen beherbergen muss.

Insgesamt entstehen auf dem Gebiet 740 Wohnungen, vier Bürogebäude, ein Hotel, zahlreiche Verkaufsflächen – und eben das Schulhaus. Die Überbauung wird von der Totalunternehmung Losinger Marazzi AG realisiert. Bis 2019 soll das Quartier etappenweise fertiggestellt werden. (mt/pd)