Plätze für Haie und Skelette

Plätze für Haie und Skelette

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Teaserbild-Quelle: hermanusbackpackers/flickr
Ursprünglich wollte das Naturhistorische Museum Basel seinen Neubau auf dem Heuwaage-Areal errichten. Gleichzeitig hatte der Basler Zoo das Land als Standort für sein Ozeanium ausersehen. Nun favorisiert das Museum den Standort nicht mehr. Die Aussichten, dass in naher Zukunft Kraken und Haie beim Zolli hausen, sind gut.
 
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Auge in Auge mit einem Hai - solche Aussichten könnte das Ozeanium bieten.
 
Die Tierskelette und Versteinerungen des Naturhistorischen Museums Basel bekommen ein neues Zuhause. Wie die Stadtbasler Staatskanzlei mitteilt, soll für das Naturhistorische Museum ein neuer Standort gesucht werden. Wie Stadtpräsident Guy Morin gegenüber der „Basellandschaftlichen Zeitung“ erklärte, steht für ihn als Standort das Dreispitzareal im Vordergrund, eine Möglichkeit sei auch das Gebiet rund um den Bahnhof Sankt Johann. Nicht mehr favorisiert wird die Heuwaage als künftiger Standort. Der Grund dafür liegt laut Morin darin, dass es keinen Sinn macht die beiden Projekte gegeneinander auszuspielen. Zumal kann der Zolli schwer an einem anderen Ort ausbauen, während das Museum nicht an einen Standort gebunden ist.
 
Das sind gute Nachrichten für den Basler Zoo: Denn sollte sich im Zuge der Zonenplanänderungen die Bebaubarkeit des Areals Heuwaage für eine Nutzung im öffentlichen Interesse ergeben, wolle man dem Projekt Ozeanium des Basler Zoos den Vorzug geben, heisst es in der Medienmitteilung. Die Zolli-Verwaltungsratspräsidentin Elisabeth Simonius freuts. „Wir sind über den Entscheid sehr dankbar, er macht uns Mut“, wird sie in der „Basellandschaftlichen Zeitung“ zitiert. Zumal man mit dem Projekt nicht woanders hin könne. Hat der Grosse Rat seine Zustimmung gegeben, will man mit der Planung beginnen.
 
Bis das Naturhistorische Museum zügelt, wird es allerdings noch eine Weile dauern und zwar mindestens zehn bis fünfzehn Jahre. Nicht betroffen von einem Standortentscheid sind auch anstehende Sanierungsmassnahmen. Für rund 24 Millionen soll das Gebäude saniert werden. Allerdings sollen die Arbeiten so ausgeführt werden, dass sie auch einer neuen Nutzung des Baus zu Gute kommen werden. Beim Museumsneubau wird mit Investitionen von 80 Millionen Franken gerechnet. (mai)
 
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