Paris: Architektur gratis im Smog erleben

Paris: Architektur gratis im Smog erleben

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Teaserbild-Quelle: Bild: zvg
Während sich die Pekinger freuen, einmal nicht allein wegen starker Luftverschmutzung in den Schlagzeilen zu stehen, freuen sich in Paris alle Touristen über einen schönen Nebeneffekt: Städtische Verkehrsmittel sind kostenlos und es gibt Parkplätze en masse.

Dieses Wochenende können alle Touristen, die sich ausser dem Eiffelturm auch neue Architektur in der französischen Hauptstadt ansehen möchten, quasi kostenfrei dorthin gelangen. Ob dann allerdings Fotowetter herrscht, ist eine andere Frage.

Da der Smog momentan die Lust auf ein City-Panorama vom Eiffelturm aus vergällt, empfiehlt die Redaktion allen, die weitsichtig vorplanen wollen, ein paar besuchenswerte neue Gebäude in Paris und Umgebung. Sie sind im vergangenen Jahr aufgegangen und liegen bestimmt innerhalb der Sichtgrenze von 100 Metern. Dazu gehören das Musikkonservatorium „Claude Debussy“ im 17. Arrondissement direkt am am Autobahnring Boulevard Périphérique von Basalt Architcture; das Stadt- und Sozialmuseum „MUS“ (umgebauter Bahnhof der Station Suresnes-Longchamp) von Encore Heureux und AAVP; Sozialbauwohnungen ganz aus Holz im 18. Arrondissement von KOZ architectes; das „Konservatorium für Musik und Tanz von regionaler Ausstrahlung (CRR) und Interdisziplinäres Kulturzentrum (ECT) Aubervilliers La Courneuve“ zwischen La Villette im 19. Arrondissement und dem Stade de France in St. Dénis von François Chochon und Laurent Pierre; Mehrzweck-Pavillon im Park von Brou-sur-Chantereine von Olivier Werner; Seniorenheim in Morangis von VOUS ETES ICI Architectes; Wasseraufbereitungsanlage in Ville Nouvelle Évry von AWP Architectes; Bibliothek im Quartier Landy-Pleyel, Saint Dénis von Antonini + Darmon Architectes.

Die Bewohner des Grossraums Paris sollen möglichst ihre Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor stehen lassen. Auf zahlreichen Strassen gelten mittlerweile auch besondere Geschwindigkeitsbegrenzungen, um den Abgasausstoss einzuschränken. Die aktuelle Wetterlage mit grossen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht sorgt nach offiziellen Angaben dafür, dass es deutlich weniger als sonst zu einem Austausch der Luftschichten kommt, der normalerweise für eine Verteilung der vielen Luftschadstoffe sorgt. Neben Paris sind derzeit zahlreiche weitere Städte und Gemeinden in Frankreich betroffen.(tw)