Ozeanium Basel: Umweltverträglichkeitsprüfung positiv

Ozeanium Basel: Umweltverträglichkeitsprüfung positiv

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Teaserbild-Quelle: Visualisierung zvg

Das geplante Ozeanium des Zoos Basel hält die Umweltschutzgesetzgebung vollumfänglich ein. Das zeigt laut den Behörden ein Bericht über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des Projekts, der nun zusammen mit dem Bebauungsplan öffentlich aufgelegt wird.

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So soll das geplante Ozeanium bei der Heuwaage in Basel von aussen aussehen.

Der UVP für das geplante Ozeanium bei der Heuwaage wurde vom Zoo Basel in den letzten sechs Monaten erarbeitet, wie es in einer Mitteilung des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt heisst. Dabei wurden nicht nur die Auswirkungen des 100-Millionen-Grossprojekts auf Luft, Flora und Fauna geprüft, sondern auch abgeklärt, was bei Störfällen passieren könnte. Der Bericht zeigt nun, dass das Ozeanium sowohl die eidgenössischen wie auch die kantonalen Umweltvorschriften erfüllt. Er wird nun zusammen mit dem Bebauungsplan für einen Monat öffentlich aufgelegt. An letzterem, der schon im Februar 2016 ein erstes Mal aufgelegt worden war, wurden aufgrund der UVP kleine Anpassungen vorgenommen.

Das Ozeanium wird rund 40 Aquarien mit unterschiedlichen Lebensräumen für alle Arten von Wasserlebewesen umfassen, um Besucher für Umweltfragen zu sensibilisieren und ihnen die Vielfalt – und auch die Fragilität – der Ozeane näherbringen. Sie können sich an Wissensstationen und Beobachtungsposten mit dieser Welt auseinandersetzen. Die Wasserstände in den verschiedenen Aquarien erreichen Pegel von bis zu acht Metern. Das Ozeanium umfasst eine Fläche von rund 10'000 Quadratmetern.

Der Bebauungsplan basiert auf dem Projekt «Seacliff» der Boltshauser Architekten aus Zürich. Es war 2014 aus einem anonymen Architekturwettbewerb als Sieger hervorgegangen. Es sieht einen monolithischen Baukörper aus gestampften Trasskalkwänden mit partiellen Öffnungen vor. Im Inneren liegen die Aquarien zum grossen Teil unterirdisch. Geplant sind dort Wände aus gestampftem Lehm, angereichert mit unterschiedlichen Fels- und Sedimentgesteinen. Die Stampflehmwände im oberirdischen Bereich sollen erdnaher gestaltet werden. Der Baubeginn ist frühestens 2020 geplant, die Eröffnung 2024. (sda/mt)