Ortsbild-Inventar jetzt online

Ortsbild-Inventar jetzt online

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Teaserbild-Quelle: zvg
Seit heute ist das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder im Internet einsehbar. Dadurch wird es für Interessierte wesentlich einfacher, sich bestimmte Aufnahmen anzuschauen und zu besorgen.
 
Das Bundesamt für Kultur (BAK) erstellt und aktualisiert das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), wie es im Natur- und Heimatschutzgesetz festgeschrieben ist. Dieses Inventar umfasst Siedlungen mit mindestens zehn Hauptbauten, denen aufgrund ihrer topographischen, räumlichen und architekturhistorischen Qualitäten nationale Bedeutung zuerkannt wird. Die Kantone wiederum haben beim Erstellen ihrer Richtpläne das ISOS zu berücksichtigen.
 
Bisher gab es das Inventar nur in Buchform, seit heute aber ist es als georeferenziertes Punktinventar online zugänglich. Das zuständige Bundesamt für Kultur erhofft sich davon mehrere Vorteile. Marcia Haldemann von der zuständigen Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege erläutert: "Die Aufnahmen jedes Kantons sind heute auf mehrere Bände verteilt, je nach Grösse. Der Kanton Thurgau hat zum Beispiel in drei Bänden Platz, für den Kanton Bern braucht es bereits deren acht."
 
"Wenn jemand nun eine einzelne Aufnahme benötigt, so ist dies für diesen Benutzer umständlich, da er sie beim BAK bestellen muss. Das bedeutete auch auf unserer Seite einen grossen Aufwand", so Marcia Haldemann weiter.
 

Entlastung für User und das Bundesamt

Das kostenlose Online-Inventar soll deshalb beide Seiten entlasten. Es stellt die Ortsbilder von nationaler Bedeutung auf der Basis der Karten von swisstopo zur Verfügung. Die detaillierten Angaben zu jedem Ortsbild sind auf der Webseite als PDF erhältlich. Die Daten werden halbjährlich aktualisiert und können mittels WMS auf anderen Geo-Dienste eingesetzt werden.
 
Das ISOS wird durch die Listen der Ortsbilder von regionaler und lokaler Bedeutung ergänzt. Diese sind nicht Teil des Bundesinventars, die entsprechenden Aufnahmen können aber per E-Mail beim Bundesamt für Kultur BAK (isos@bak.admin.ch) bezogen werden.
 
Ab 2014 werden die ISOS-Inventare in Buchform der Vergangenheit angehören. Haldemann: "Dann publizieren wird unsere Daten ausschliesslich auf einem Geoportal." (bk)