Österreichischer Baukonzern interessiert sich für Implenia-Beteiligung

Österreichischer Baukonzern interessiert sich für Implenia-Beteiligung

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Teaserbild-Quelle: Implenia
Nachdem der Grossaktionär Laxey vor wenigen Tagen die Abstossung seines Aktienpakets am Baukonzern angekündigt hat, signalisiert nun der österreichische Baukonzern Strabag Interesse an einer Beteiligung.
 
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Die Strabag will laut Medienmitteilung mit der Implenia über verschiedene Formen der Kooperation diskutieren.
 
Die Strabag habe Implenia darüber informiert, dass sie weiterhin an einer Beteiligung an Implenia interessiert sei und verschiedene mögliche Formen einer Kooperation diskutieren möchte. Dies schreibt die Implenia in einer Pressemitteilung. Damit bestätigte sie entsprechende Medienberichte vom Sonntag. Zudem habe die Credit Suisse Implenia darüber orientiert, dass sie beauftragt sei, strategische Alternativen im Zusammenhang mit der von Laxey gehaltenen Implenia-Beteiligung zu prüfen. Der Verwaltungsrat von Implenia habe beides zur Kenntnis genommen, heisst es in der Mitteilung weiter. In diesem Zusammenhang erinnere der Verwaltungsrat daran, dass der Eintrag ausländischer Aktionäre gestützt auf die entsprechende schweizerische Gesetzgebung und die statutarische Ordnung der Implenia nur beschränkt möglich sei.
Zudem habe der Verwaltungsrat die Strabag in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass er den Erhalt der Unabhängigkeit von Implenia nach wie vor als wesentlich betrachte, um für Aktionäre aber auch Kunden und Angestellte nachhaltig Mehrwerte zu schaffen. Gleichzeitig erklärte das Gremium auch seine grundsätzliche Bereitschaft für ein Gespräch zu einem noch zu vereinbarenden Zeitpunkt.
 
Seit dem dem Einstieg im April 2007 befindet sich Laxey im Dauerstreit mit der Führung des Unternehmens: Implenia ist nicht bereit, mehr als 4,9 Prozent der Laxey-Beteiligung ins Aktienregister einzutragen - obwohl der Hedge-Funds rund 51 Prozent am grössten Schweizer Baukonzern besitzt. Implenia argumentiert, dass sie in Konflikt mit der so genannten Lex Koller geraten würde. Diese schränkt den Grundstückerwerb von Ausländern ein. (sda)