Obfelden bekommt keine Umfahrung

Obfelden bekommt keine Umfahrung

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Die Zürcher Gemeinde Obfelden erhält definitiv keine Umfahrungsstrasse. Der nach der Eröffnung der Autobahn A4 im Knonaueramt zu erwartende Mehrverkehr zum Anschluss Affoltern am Albis soll mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Bickwil bewältigt werden.
 
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Ein Umfahrungsprojekt stellt laut Bau- und Volkswirtschaftsdirektion einen zu starken Eingriff in die Landschaft dar.
 
Auch ein optimiertes Umfahrungsprojekt mit offener Linienführung werde von den kantonalen Fachstellen als nicht umweltverträglich beurteilt. Dies erklärten Baudirektion und Volkswirtschaftsdirekton in einer Pressemitteilung. Ein solches Projekt stelle einen zu starken Eingriff in die bisher intakte Reusslandschaft mit ihren Landwirtschaftsflächen und Waldgebieten dar.
 
Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer und Baudirektor Markus Kägi hätten die Gemeinde Obfelden und die Planungsgruppe Knonaueramt informiert, dass die Variante Ortsdurchfahrt Bickwil definitiv weiter verfolgt werden soll, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. Dabei soll die Muristrasse teilweise abgesenkt sowie mit Lärmschutzwänden versehen werden. Des Weiteren sollen im Osten Erdwälle Obfelden von der Strasse abschirmen. Die Kosten für den Ausbau der Ortsdurchfahrt werden auf 35 bis 40 Millionen Franken geschätzt. – Obfelden hatte allerdings auf eine Umfahrung gedrängt.
 
In einem nächsten Schritt will der Regierungsrat dem Kantonsrat eine Kreditvorlage für das Gesamtprojekt des Autobahnzubringers Obfelden und Ottenbach mit voraussichtlichen Investitionen von insgesamt rund 50 bis 60 Millionen Franken unterbreiten. An diese Kosten habe der Bund einen Beitrag von 25 Millionen Franken zugesichert. (sda)