Noch kein Ende in Sicht?

Noch kein Ende in Sicht?

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Das Bezirksgericht Maloja verurteilte den Unternehmer Remo Stoffel wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Das sorgt in Vals für weitere Diskussionen bezüglich der an Stoffel verkauften Therme aus der Feder Peter Zumthors.
 
Der Streit um die Therme Vals dürfte wieder auflodern. Im Frühjahr setzte sich der Unternehmer Remo Stoffel gegen den Thermenarchitekten Peter Zumthor mit seinem Angebot für das Thermenhotel Vals durch. Der Investor, dessen Immobilienimperium auf 500 Millionen Franken geschätzt wird, hat nicht nur Freunde. Wie der „Tages-Anzeiger“ in seiner heutigen Ausgabe berichtet, laufen mehrere Untersuchungen und Strafverfahren gegen ihn. Bis vor Kurzem habe Stoffel unwidersprochen sagen können, er habe noch keinen einzigen Strafprozess verloren, heisst es im Artikel. Doch dem könnte bald nicht mehr so sein. Denn das Bezirksgericht Maloja verurteilte ihn in erster Instanz wegen mehrfach ungetreuer Geschäftsführung. Wie der „Tages-Anzeiger“ berichtet, wurde Stoffel eine Strafe von 240 000 Franken aufgebrummt, sowie eine Busse von 10 000 Franken. Zudem muss er zwei Drittel der Prozesskosten übernehmen. Immerhin sprach man ihn vom Vorwurf, Gläubiger bevorzugt oder geschädigt zu haben, frei. Stoffel will das Urteil bis ans Kantonsgericht weiter ziehen.
 
Dies dürfte einen noch grösseren Keil zwischen das Zumthor- und das Stoffellager im Dorf treiben. Für Peter Schmid, den Wortführer der Zumthor-Seite, bedeutet die seine „Sschädigung für das ganze Dorf“, die er für katastrophal halte. Zudem führt er gegenüber dem „Tages-Anzeiger“ ins Feld, dass Stoffel als Unternehmer schon lange keinen guten Ruf mehr habe. Viele Valser Bürger müssten sich fragen, ob man dem Mann noch trauen könne. – Derweil nimmt es die Gegenseite gelassener. Die Aufregung stehe in keinem Verhältnis zu Entscheid des Gerichts, meint Stoffels Partner Pius Truffer. Deshalb wollen sie ihren Weg weitergehen. - Das Drama um Zumthors Therme wird spannend bleiben. (mai)
 
 
Den Artikel des „Tages-Anzeigers“ finden sie hier: www.tages-anzeiger.ch