Nicht mehr als 22 Millionen für das neue Zuhause der Bären

Nicht mehr als 22 Millionen für das neue Zuhause der Bären

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Die massiv angestiegenen Kosten für den neuen Berner Bärenpark haben während Monaten für heisse Köpfe gesorgt. Nun hat Finanzdirektorin Barbara Hayoz erklärt, dass die Mehrkosten 22 Millionen Franken nicht übersteigen werden.
 
Die Kosten für den Bärenpark lägen nicht unter 20 Millionen aber auch nicht über 22 Millionen Franken, erklärte FDP-Stadträtin Barbara Hayoz. Damit trat sie Befürchtungen entgegen, dass möglicherweise auch die 23 Millionen überschritten würden. Die genauen Kosten würden erst im Spätherbst 2010 vorliegen, sagte Hayoz. Es sei bei Projekten dieser Grössenordnung normal, dass die Bauabrechnung erst ein Jahr nach der Übergabe erstellt sei. Die Gründe für die Kostenüberschreitung von zunächst gut neun Millionen und später 14 Millionen auf heute über 20 Millionen werden derzeit in einer Administrativuntersuchung abgeklärt.
 
 
Die Stadtbauten Bern (Stabe) sind neben dem Bärenpark auch wegen der Kostenüberschreitung beim Feuerwehrstützpunkt Bern West ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Die Mehrkosten beim Bärenpark und die Kalkulationsfehler beim Feuerwehrstützpunkt seien unschön, äusserte sich Stadtrat Bernhard Eicher (FDP) im Stadtrat, wie die Online-Ausgabe Zeitung „Der Bund“ berichtet. Eicher habe in einem Vorstoss das fehlende vertrauen in die Stabe nach den beiden Debakeln thematisiert. Derweil hielt Michael Köpfli (GLP) fest, dass es eine Alibiübung sei, dem Gemeinderat in Sachen Stabe Fragen zu stellen, da er diese kaum beantworten werde, wie weiter zu lesen ist. Transparenz in Sachen Stabe wäre alleine die mit der Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission möglich gewesen. – Die SP hatte sich unter anderem im Zusammenhang mit diesen Kostenüberschreitungen für eine Wiedereingliederung der Stabe in die Verwaltung ausgesprochen. (mai/sda)