New Yorker finanzieren ihr eigenes Flussbad

New Yorker finanzieren ihr eigenes Flussbad

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Was in Bern oder Zürich zum Alltag gehört, ist in vielen Städten ein Traum: ein Flussbad im Zentrum. In New York könnte er bald Wirklichkeit werden. Weil die New Yorker Archie, Jeff und John im East River baden wollten, lancierten sie auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eine Kam­pagne für den «+POOL», ein schwimmendes Bad vor der Skyline des Big Apple.
 
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Ein schwimmendes Kreuz soll zum baden und Skyline geniessen einladen.
 
Innerhalb eines Monats kamen die für einen Test nötigen 250 000 Dol­lar zusammen. Mit ihm soll abgeklärt werden,ob ein das Flusswasser reinigender Riesenpool machbar ist. Er besteht aus einem kreuzförmigen Bassin, in dessen Armen unterschiedliche Bereiche untergebracht sind. Ein Nichtschwimmer- und ein Plansch­becken sowie genug Platz für diejenigen, die Längen schwimmen wollen. Liegeflächen gehören auch dazu. Design und Konzept stammen aus der Feder des US-Architekturbüros Family und des britischen Ingenieurbüros Arup. Hauptakteure sind aber die zahl­losen Schwimmbegeisterten, die ­auf Kickstarter spendeten und ­deren Namen dafür auf Schwimmbadfliesen graviert werden. Laut dem amerikanischen Architekturblog Archdaily ist der Pool das bisher grösste gruppenfinanzierte Projekt dieser Art.
 
Neu ist die Idee, Bauvorhaben mittels Kickstarter zu ermöglichen, übrigens nicht: 2012 wurde in Rotterdam per Crowdfunding eine Fussgängerprojekte finanziert. Und in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotà konnte auf dieselbe Weise ein Wolkenkratzer bezahlt werden, der zurzeit im Bau ist. (mai)
 
Lesen Sie dazu auch den Artikel Kleininvestoren zahlen Kolumbiens höchstes Haus vom 25. September 2012