New York: Günstiger Wohnen zwischen den Tischen

New York: Günstiger Wohnen zwischen den Tischen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Kwong Von Glinow / beebreeders.com

Tischförmige Einheiten könnten günstige Wohnüberbauungen ermöglichen. Das ist die Idee eines US-Architektenduos. Sie haben sich ein verspieltes Konzept für ein Wohnhaus ausgedacht, das sowohl in der Lücke einer Häuserzeile als auch auf einer alten Industriebrache Platz hat und damit einen Preis gewonnen.

In New York sind bezahlbare Wohnungen ein rares Gut. Und selbst wenn man teure Mieten finanzieren kann, bleibt der Big Apple teuer. So figuriert New York laut dem britischen Wochenmagazin  „The Economist“ auf Platz neun unter den Top Ten der Städte mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten. Mit einem Ideenwettbewerb für eine günstige Wohnüberbauung in New York mischt sich die offene Wettbewerbsplattform beebreeders.com in die Suche nach Lösungen für den überhitzten Wohnungsmarkt ein. Eine der Bedingungen war, dass das Projekt auf unterschiedlichsten Arealen errichtet werden kann, sei es auf einer Brache im Hafengebiet oder auf einem kleinen ungenutzten Platz inmitten der Stadt.

Alison Von Glinow und Lap Chi Kwong vom US-Büro Kwong Von Glinow haben dazu ein verspieltes Konzept ausgedacht und mit ihrer Idee den ersten Preis gewonnen. Ihr Wohngebäude setzt sich aus verschiedenen Einheiten zusammen, die wie ovale und viereckige Tische aussehen. Die viereckigen Tische werden je nach dem entweder gerade oder mit der Spitze gegen die Front angeordnet. Entsprechend dem Standort lassen sie sich die Module sowohl in der Breite als auch in der Höhe zusammenfügen: Während es für die Lücke in einer Häuserzeile genügt, ein Element auf das andere zu stellen, werden die einzelnen Elemente auf grösseren Brachen, etwa auf einem leeren Areal im Industriegebiet, zu einem langgezogenen Quader mit wenigen Etagen aneinander gereiht. Die „Tischblätter“ dienen dabei nicht nur als Boden oder Dach, sondern fungieren, da sie vorstehen und unterschiedlich geformt sind, gleich noch als Balkone auf der Frontseite des Hauses.

Durch die "Tischbeine" oder vielmehr die Säulen entstehen im Innern vielfältige und gleichzeitig lichte, loftartige Raumsituationen. Beim Baumaterial setzen die Architekten auf vorgefertigte Betonteile, die sie mit Holzelementen ergänzen. Letztere werden als Wand eingesetzt, die innerhalb eines Einheit Räume voneinander abtrennen. (mai)