Neues Stadion: ZSC Lions planen den Alleingang

Neues Stadion: ZSC Lions planen den Alleingang

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Teaserbild-Quelle: zvg

Eigentlich wollten die Löwen bezüglich ihres neuen Stadions mit den Volleyballern zusammenspannen. Das ist jetzt passé. Die ZSC Lions verzichten auf eine Duplexarena und wollen in Altstetten ein reines Eishockeystadion bauen.

Vor zwei Jahren wurde das Siegerprojekt aus der Feder des englischen Büros Caruso St. John Architects vorgestellt. Die Duplexarena namens „Theatre of Dreams“ auf dem Areal der Vulkanstrasse in Altstetten sollte als Zuhause für die ZSC Lions und den Volleyballclub Voléro Zürich dienen. Jetzt planen die Löwen den Alleingang. Wie der Tagesanzeiger schreibt, hat sich herauskristallisiert, dass die betrieblichen Probleme, die sich durch eine Doppelnutzung des Stadions ergeben hätten, grösser als die Synergien gewesen wären. So wäre es beispielsweise nicht möglich gewesen, dass beide Teams gleichzeitig spielen.

Die Arena wird günstiger

Nun, da der Entschluss gefällt ist, geht’s an die Überarbeitung des Siegerprojekts, wie der Hockeyclub in einer Mitteilung schreibt. Die Kosten für das Stadion beziffert man auf 156 Millionen Franken. Ursprünglich waren es 193 Millionen gewesen. Doch nun fällt ja der Volleyballkomplex weg. In den jetzigen Kosten enthalten sind die Arena für 12‘000 Zuschauer, ein Trainingsfeld mit 500 Zuschauern, Flächen für die Verwaltung, Gastronomie und Restauration, die Erschliessung, Parking, Passarelle sowie Flächen für Zusatznutzungen. Die Eröffnung ist für das dritte Quartal im Jahr 2022 geplant.

Wie der ZSC weiter schreibt, wird das erforderliche Eigenkapital von 36 Millionen Franken durch private Investoren und Gönner aufgebracht. Die Finanzierung des Fremdkapitals von 120 Millionen erfolge über ein Darlehen der Stadt, das amortisiert und zu den Selbstkosten der Stadt verzinst werde.

Warten auf das Bundesgericht

Bevor aber die Bagger auffahren, gibt es noch Hürden für das Projekt. Zum Beispiel die Kulturlandinitiative. Sie wurde 2012 von den Zürchern angenommen und verlangt, dass die „wertvollen Landwirtschaftsflächen und Flächen von besonderer ökologischer Bedeutung wirksam geschützt werden und in ihrem Bestand und ihrer Qualität erhalten bleiben“. Als der Kantonsrat letztes Jahr auf die entsprechende Umsetzungsvorlage nicht eingetreten war, hatten die Grünen Kanton Zürich sowie die Mitinitiantin und Präsidentin Marionna Schlatter eine Stimmrechtsbeschwerde ans Bundesgericht eingereicht. Der Entscheid ist noch hängig.

Volleyballclub sucht Bauland

Der Volleyballclub sucht nun eine eigene Lösung. Laut Tagesanzeiger will Präsident Stav Jacobi dabei die Vorarbeit verwenden, die beim „Theatre of Dreams“ geleistet wurde, und ist offenbar intensiv auf der Suche nach einem Landstück in Zürich-Nord. 6000 Quadratmeter würde er benötigen, um ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt mit einer Trainings-, einer von 3000 auf 1000 bis 1500 Zuschauer redimensionierten Spielhalle und einer Drittnutzung wie Büros oder Wohnungen umzusetzen. (pd/mt)


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