Neues Onkologie-Zentrum für Lörrach

Neues Onkologie-Zentrum für Lörrach

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Das Universitätsspital Basel (USB) verstärkt sein Engagement in Deutschland: Auf dem Areal des Kreiskrankenhauses Lörrach erstellt das USB mit deutschen Partnern ein Onkologisches Zentrum, in dem sich das Basler Unispital vorab auf Strahlentherapie konzentriert.
 
Für das Zentrum, für das am Donnerstag der symbolische Spatenstich erfolgte, tritt das USB als Bauherrschaft auf. Von den auf elf Millionen Euro veranschlagten Investitionen für den Rohbau mit einer Standardausstattung übernimmt das Universitätsspital sieben Millionen Euro.
  
40 Prozent der Patienten aus Deutschland
  
Im Onkologischen Zentrum, das seinen Betrieb 2014 aufnehmen soll, konzentriert sich das USB namentlich auf Radioonkologie. Schon heute haben Patientinnen und Patienten aus Deutschland mit einem Anteil von rund 40 Prozent für das USB bei der Strahlentherapie eine grosse Bedeutung, wie ein Sprecher des Universitätsspitals auf Anfrage sagte.
  
Rund 500 von den 1300 Strahlentherapie-Patienten, die das USB pro Jahr behandelt, stammen aus der deutschen Nachbarschaft. Sie können künftig dank dem neuen Onkologischen Zentrum nahe von ihrem Wohnort von einem hochspezialisierten Angebot der universitären Medizin auf dem aktuellen Stand der Forschung profitieren.
  
Das USB verspricht sich vom Schritt über die Grenze zusätzliche Patienten und auch eine stärkere Position gegenüber allfälliger Konkurrenz. Hohe Patientenzahlen sind laut dem Universitätsspital wichtig, weil sie im Schwerpunkt Onkologie die Forschung, die Dienstleistung und die Lehre stärken.
  
Weitere Disziplinen
  
Neben der Strahlentherapie will das USB im neuen Zentrum weitere Disziplinen anbieten. Vorgesehen sind Neurochirurgie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.
  
Für USB-Direktor Werner Kübler erreicht die in den letzten Jahren laufend ausgebaute grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem Onkologischen Zentrum eine neue Dimension. Die Grundlage für die Kooperation über die Landesgrenzen hinaus wurde laut Kübler bereits 1884 geschaffen mit einem Dekret zwischen den Bundesrat und dem Deutschen Kaiser. (sda)