Neues Naturzentrum am Klingnauer Stausee geplant

Neues Naturzentrum am Klingnauer Stausee geplant

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Teaserbild-Quelle: Birdlife Schweiz

Am Klingnauer Stausee soll für 1,9 Millionen Franken ein Naturzentrum entstehen. Birdlife will einen Lern- und Begegnungsort in diesem Natur- und Vogelschutzgebiet schaffen. Die Eröffnung ist für 2018 vorgesehen.

Quelle: 
Birdlife Schweiz
Klingnauer Stausee: In diesem Naturschutzgebiet können mehr als 300 Vogelarten beobachtet werden

Der Klingnauer Stausee ist ein Publikumsmagnet: Jährlich besuchen über 100 000 Menschen dieses Natur- und Vogelschutzgebiet im Kanton Aargau. Birdlife Aargau und Birdlife Schweiz wünschten sich in diesem Vogelparadies schon lange ein ganzjährig geöffnetes Naturzentrum, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Jetzt konnten die beiden Organisationen gemeinsam eine Liegenschaft erwerben, die sich mit einfachen Massnahmen in einen Lern- und Begegnungsort umbauen lässt. Das ehemalige Wohnhaus liegt nahe beim Beobachtungsturm und direkt am Fussweg um den See. Es steht zudem in einer naturnah gestalteten Umgebung – „ein idealer Ort für ein Naturzentrum“, schreiben Birdlife Aargau und Birdlife Schweiz.

Von internationaler Bedeutung

Der in den Jahren 1930 bis 1935 aufgestaute Klingnauer Stausee hat sich zu einem Wasser- und Zugvogelreservat von internationaler Bedeutung entwickelt. Über 300 der in der Schweiz beheimateten 400 Vogelarten wurden bereits in diesem vielfältigen Lebensraum gesichtet. Mit seinen Sandbänken, den seichten Ufern und Schilfflächen, den angrenzenden Auenwäldern und Feuchtwiesen und der auch im Winter offenen Wasserfläche bietet das Gebiet des Klingnauer Stausees für viele Tier- und Pflanzenarten während des ganzen Jahres ideale Bedingungen.

Mit dem Naturzentrum sollen die Besucher „nicht nur über das Gebiet informiert, sondern auch für die Naturwerte der Region sensibilisiert und für den Schutz dieser und weiterer ökologisch wertvoller Landschaften gewonnen werden“, wie Birdlife Aargau und Birdlife Schweiz erklären. Geplant ist eine Ausstellung, die sich mit Stauseen, Vögeln, Auen und Wasserkraft beschäftigt.

Auf der Suche nach Geldgebern

Die Kosten für den Hauskauf und den Umbau belaufen sich auf 1,9 Millionen Franken. Der Kanton Aargau zahlt maximal die Hälfte mit Mitteln aus dem Swisslos-Fonds. Der Bund und einige Gemeinden beteiligten sich ebenfalls an den Kosten. Die Initianten suchen zurzeit nach weiteren Geldgebern.

Bis zum Jahresende sollen die finanziellen Mittel gefunden und die Bewilligungen eingeholt sein. Für 2017 ist der Umbau des Gebäudes vorgesehen. Im Herbst 2018 soll das neue Naturzentrum am Ufer des Klingnauer Stausees seine Türen öffnen. (pd)