Neuer, grüner Lehrstuhl an der ETH

Neuer, grüner Lehrstuhl an der ETH

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Die ETH Zürich schafft eine neue Professur für nachhaltiges Bauen. Damit will die ETH ihre Forchungskapazitäten auf diesem Gebiet weiter ausbauen. Ermöglicht wurde diese neue Professur mit einer Schenkung von elf Millionen Franken des Holcim-Konzerns.
 
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Guillaume Habert wird Professor für Nachhaltiges Bauen an der ETH.
 
Neubauten und Sanierungen brauchen Energie, beanspruchen aber auch knappe Ressourcen wie Land, Wasser oder Baustoffe. Umweltschonendes Bauen wird deshalb immer wichtiger. Die neue Professur ergänzt die Professuren in den Departementen Architektur und Materialwissenschaft. Zudem will die ETH mit dem neuen Lehrstuhl ihre Forschungskapazitäten weiter ausbauen - und das laut ETH-Präsident Ralph Eichler mit einer langfristigen Perspektive. Davon soll auch die Bauwirtschaft profitieren.
 
Bereits 2006 konnte die ETH Zürich dank der Unterstützung durch die Holcim Foundation für Sustainable Construction eine Assistenzprofessur für Nachhaltiges Bauen einrichten. Diese auf sechs Jahre befristete Professur wird nun durch die Vollprofessur abgelöst. Holcim-CEO Bernard Fontana ist überzeugt, dass dank innovativer Methoden und neuer Verfahren kommende Generationen umweltschonender bauen werden. Er hofft dass die neue Professur tatkräftig mitwirkt, rasch umsetzbare Lösungen zur Ressourcen-Optimierung zu finden und zu propagieren.
 
Als Inhaber des neuen Lehrstuhls hat der ETH-Rat den 36jährigen Franzosen Guillaume Habert gewählt. Er ist Forschungsingenieur an der Université Paris-Est. Seine bisherige Forschung betrifft die Evaluation der Nachhaltigkeit von Beton und die Entwicklung neuartiger Bindemittel für das Bauwesen. Ausserdem beschäftigt er sich mit der Ökobilanz von Einzelbauten und urbanen Gebieten. (mai/mgt)
 
 

Werdegang Guillaume Habert

Grundstudium an der École Normale Supérieure in Paris. Master- und PhD-Studium in Geologie von 2000 bis 2004 an der Université de Toulouse. Dissertation zum Thema: "Relations Between Internal Structures in Granites and the Tectonic Context" 2004.
 
Von 2005 bis 2006 als Ingenieur bei der Lafarge SA in Paris, einem weltweit im Baustoffbereich tätigen Unternehmen, und am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Toulouse, dem Kompetenzzentrum in diesem Bereich in Frankreich schlechthin.
 
2006 bis 2007 als Postdoktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universidad Federal do Paraiba in Brasilien.
 
Seit 2007 Forschungsingenieur an der Université Paris-Est mit Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet der Evaluation der Nachhaltigkeit von Beton und der Entwicklung neuartiger Bindemittel für das Bauwesen.