Neuer Glanz für die Thermalquellen von Acquarossa

Neuer Glanz für die Thermalquellen von Acquarossa

Gefäss: 
Die seit der Antike bekannten Thermalquellen von Acquarossa im Tessiner Blenio-Tal sollen eine neue Blüte erleben. Ein Wellness-Projekt soll Erholungsbedürftige und Touristen anlocken.
 
Als Investoren des Projektes treten der Westschweizer Unternehmer Andreas Schweitzer und seine britische Partnerin Ashoob Cook auf. Zu den Plänen von Schweitzer und Cook erklärte Präsident von Blenio Turismo Fabio Grossi anlässlich einer Medienkonferenz, dass das Projekt auf einem seriösen Fundament stehe. Es seien finanzielle Garantien geleistet worden. Schweitzer und Cook kündigten an, dass sie ihren Wohnsitz ins Blenio-Tal verlegen wollen, um das Projekt vor Ort betreuen zu können. Über die Höhe der geplanten Investitionen machten sie keine Angaben.
 
Ein in den vergangenen Jahren ausgearbeitetes Projekt mit Vier-Sterne-Hotel, Thermalbädern und Therapiezentrum rechnete mit Kosten von 85 bis 90 Millionen Franken. Schweitzer kündigte an, dass er und seine Partnerin in den kommenden Monaten Analysen vornehmen werden. Spätestens im Herbst soll das Wellness-Projekt klarere Formen annehmen. - Die Eröffnung des Komplexes ist bereits für 2014 geplant. Dies sei ein ehrgeiziges, aber machbares Ziel, kommentierte Cook.
 
Die Thermalquellen von Acquarossa waren schon in der Antike bekannt. Ein erster eigentlicher Kurbetrieb geht auf das Jahr 1786 zurück. Der Bau des heute noch existierenden Thermengebäudes erfolgte in den Jahren 1882 bis 1886. Da der Renovationsbedarf zu hoch war, wurde die Anlage 1971 geschlossen. – Das Wasser der Gegend weist neben Mineralien einen hohen Eisengehalt auf, der ihm die rote Farbe verleiht - deshalb der Name "Acquarossa". (sda/mai)