Neue Version von LEED seit diesem Monat

Neue Version von LEED seit diesem Monat

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Europa ist in Sachen LEED gut unterwegs. Dies attestiert der rechtzeitig zur Inkrafttretung der erneuerten Richtlinien des internationalen Nachhaltigkeitslabels erschienene Bericht der Zertifizierungsstelle.

Das weltweit älteste LEED-zertifizierte Gebäude ist die Ca‘ Foscari in Venedig: 1435 errichtet ist im Palazzo am Canale Grande heute die Universität der Lagunenstadt untergebracht. Das internationale Label für umweltfreundliche Bauten hat die einstige Residenz der Foscaris 2013 erhalten.

Während die Ca‘ Foscari noch nach der Version „v3“ zertifiziert worden ist, gelten seit diesem Monat die neuen, teils verschärfteren Richtlinien von „v4“. Das heisst, will man ein Gebäude für LEED registrieren, muss es seit 1. November den neuen Anforderungen genügen. Aber auch für Projekte die vor dem 31. Oktober registriert worden sind und der Vorgängerversion „v3“ entsprechen, kann es schwierig werden: Sie müssen bis zum 30. Juni zertifiziert worden sein, ansonsten haben sie den Vorgaben von „v4“ Rechnung zu tragen.

„Starke Zuwachsrate“ bei LEED-Projekten

Pünktlich zur Inkrafttretung des neuen LEED-Labels hat die Zertifizierungsstelle, die Green Business Certification Inc. (GBCI), einen Bericht zu LEED in Europa herausgegeben. Er zeige auf, dass einer weltweit nachhaltigsten Märkte gut für eine grössere Akzeptanz für „LEED v4“ aufgestellt sei. „Europa spielt für die Zukunft der Gesamtentwicklung beim nachhaltigen Bauen eine wichtige Rolle“, sagt GBCI-Präsident Mahesh Manujam. GBCI erhöhe derzeit seine Kapazitäten vor Ort in Europa. Damit soll die Bauwirtschaft laut Manujam neue Instrumente erhalten, um LEED in alle Projektarten einbinden zu können, sowohl was Neubauten als auch was Renovierungen und Modernisierungen betreffe.

Der Bericht zeigt laut Medienmitteilung die „starke Zuwachsrate“ bei LEED-Projekten. Dabei beteiligten sich mehr als 4300 Projekte an LEED-System, die ein Nettovolumen von mehr als 95 Millionen Quadratmetern LEED-Flächen umfassten, heisst es. Zudem listet der Bericht auch auf, wo in Europa bereits Bauwerke nach „v4“ zertifiziert worden sind: In der Schweiz ist es das 1942 erbaute Unternehmensarchiv der Landis & Gyr  an der Gubelstrasse 22 in Zug.  Am meisten Bauten sind bisher in Grossbritannien und Nordirland nach „v4“ zertifziert worden: Dort entsprechen sechs Gebäude den neuen Standards. (mai)