Neue Olympiaschanze für St. Moritz

Neue Olympiaschanze für St. Moritz

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St. Moritz erhält eine neue Olympia-Schanze. Sie ersetzt die alte Schanze aus dem Jahr 1926, die vor sieben Jahren still gelegt worden ist, weil sie unter anderem den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügte. Dieser Tage wurde das Baugesuche für den Neubau aufgelegt. Läuft alles nach Plan, starten die Bauarbeiten für das Prestigeprojekt im Oktober. 2015 soll bereits wieder ein Weihnachtsspringen stattfinden.

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Der Warteraum wird mit Holz verschalt.

Das Projekt stammt aus der Feder der St. Moritzer Küchel Architects und des Schanzenarchitekten Beny Ochsner. Sie stellen den Anlaufturm der Olympiaschanze auf einen schlanken Betonfuss, in dem der Athletenlift und das Treppenhaus untergebracht wird.

Das Markenzeichen der Schanze ist der obere Teil des Turms mit der Startanlage für die Springer und dem Warteraum. Sie besteht aus einem tropfenförmigen Baukörper, der wie der Anlauf mit Holzschindeln verkleidet wird. Der Anlauf selber von einer schlanken Stahlkonstruktion getragen. „Die nun vorliegende Gestaltung mache aus der Olympiaschanze einen Blickfang, wird Präsident der Schanzenkommission, Florio Motti, in der gemeinsamen Medienmitteilung der Schanzenkommission St. Moritz und des Skiclubs Alpina St. Moritz zitiert.  Zudem lobt er, dass die Architekten Gebäudevolumen und Fassadenflächen auf ein Minimum reduzieren konnten.

Auch die zur Anlage gehörenden Gebäude werden völlig neu gestaltet: Den Sprungrichterturm bildet ein Kubus mit abgerundeten Ecken, wie der Anlaufturm wird er mit Holz verkleidet. Und das  Betriebsgebäude beim Auslauf erhält Natursteinfassade. Die Projektierung der Anlage geschieht laut Medienmitteilung nach den Vorgaben des Internationalen Skiverbandes FIS.

Bevor die Bauarbeiten starten können, muss der Baugrund noch gerodet werden. Noch diesen Monat sollen deshalb die ersten Bäume gefällt werden. Ist die  Baubewilligung erfolgt, kann im Oktober mit dem Bau der Fundamente und des Sockelgeschosses des Anlaufturmes begonnen werden. Parallel zu diesen Arbeiten wird die alte Olympiaschanze abgebrochen. Die neue Olympiaschanze mit Betriebsgebäude und Richterturm sowie ein neuer Sessellift werden kommenden Sommer errichtet. Ende 2015 soll die neue Olympiaschanze von der FIS homologiert werden, sodass zum Jahresende erstmals seit 2005 wieder ein Weihnachtsspringen stattfinden kann.

Die Abschlussarbeiten an der Olympiaschanze sowie der Bau der neuen Falcunschanze mit Anlaufturm und der beiden kleineren Schanzen, die ebenfalls Teil des Bauvorhabens sind,  sind für den Sommer 2016 geplant. (mai)