Neubau Spital Zweisimmen: „Dr. House“ gewinnt

Neubau Spital Zweisimmen: „Dr. House“ gewinnt

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Teaserbild-Quelle: Bilder: zvg

Der geplante Neubau am Spitalstandort Zweisimmen BE wird von der Sollberger Bögli Architekten AG aus Biel entworfen. Ihr Vorschlag namens „Dr. House“ überzeugte das Preisgericht.

Rund 40 Millionen Franken will die Spital STS AG direkt und zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Alterswohnen STS AG in einen Neubau am Spitalstandort im bernischen Zweisimmen investieren. Damit soll langfristig die medizinische Grundversorgung im Simmental-Saanenland gesichert werden. Denn der jetzige Spitalbau genügt den Anforderungen nicht mehr. Nicht veränderbare Geschoss- und Raumhöhen würden einen effizienten Betrieb zu stark beeinträchtigen und jegliche Flexibilität in den Raumstrukturen verunmöglichen, heisst es in einer Mitteilung der Spital STS AG.

Drei Angebote unter einem Dach

Deshalb wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich 21 Teams beteiligten. 18 von ihnen reichen auch ein Projekt ein. Als Sieger ging der Vorschlag „Dr. House“ der Sollberger Bögli Architekten AG aus Biel als Sieger hervor. Laut Fritz Schär, Mitglied des Preisgerichts, vermochte das Projekt auf unterschiedlichen Ebenen zu überzeugen. Sowohl die Situierung des Neubaus als auch seine architektonische Ausgestaltung würden die Anlage wesentlich aufwerten. „Die gewählte Struktur verweist auf die erforderliche Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb und ermöglicht eine maximale Flexibilität für zukünftige Nutzungsanpassungen.“

Der Neubau – mit Anbindung an das bestehende Gebäude des Alterszentrums Bergsonne – wird auf der „grünen Wiese“ gebaut. Das heisst, dass der Betrieb des bestehenden Spitals und der Bergsonne ohne Einschränkungen aufrecht erhalten werden kann. Geplant sind 30 Betten für das Akutspital und 26 Pflegeplätze für das Wohnen im Alter. Ausserdem soll es eine umfassende Infrastruktur und Diagnostik für eine integrierte Patientenversorgung mit stationären und ambulanten Spital- und Hausarztangeboten geben.

Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2018 geplant. Zuerst wird jetzt aber das Projekt konkretisiert. Die Baubewilligung wird im kommenden Sommer erwartet, sodass der Spatenstich im Frühling 2017 erfolgen kann. (mt/pd)