Nachwuchs in der Raumplanung fördern

Nachwuchs in der Raumplanung fördern

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Die Nachfrage nach Raumplanungsfachleuten ist hierzulande doppelt so gross wie das Angebot. Deshalb haben die 19 wichtigsten Raumplanungsorganisationen eine Charta unterzeichnet, in der sie sich zur engagierten Nachwuchsförderung verpflichten.

Raumplanungsfachleute sind sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor gefragter denn je. Gerade jetzt, wo es um die Umsetzung der 2013 vom Stimmvolk gutgeheissenen Revision des Raumplanungsgesetzes geht, sind sie begehrt. Vor allem solche, die sich mit den hiesigen Verhältnissen auskennen. Doch Nachfrage und Angebot sind nicht im Gleichgewicht. Wie es in einer Mitteilung heisst, herrscht in diesem Bereich Fachkräftemangel. Demnach ist von einer Nachfrage von 100 bis 120 ausgebildeten Raumplanern auszugehen. Dem gegenüber schliessen pro Jahr aber nur rund die Hälfte entsprechende Studiengänge ab.

Deshalb haben sich die 19 wichtigsten Schweizer Berufsverbände, Fachorganisationen, Universitäten und Hochschulen in der Raumplanung sowie Arbeitgeber in der Privatwirtschaft und öffentlichen Verwaltungen zum Netzwerk Raumentwicklung zusammengeschlossen und eine Charta zur Nachwuchsförderung unterschrieben. Darin verpflichten sie sich, die Aus- und Weiterbildung in der Raumplanung zu stärken, die Förderung des Nachwuchses zu intensivieren, das Berufsbild und die Raumplanungskultur in der Öffentlichkeit zu verankern und ihre Aus- und Weiterbildungsangebote untereinander und in Einklang mit dem Berufsbild abzustimmen.

Heute fehlt hierzulande etwa ein universitäres Vollzeitstudium in der Raumplanung. Dennoch sind umfassende Ausbildungsangebote vorhanden; aber sie konzentrieren sich vor allem auf die Deutschschweiz. Ausserdem, so schätzt das neu gegründete Netzwerk, sind ein Drittel der Bewerber auf offene Stellen in der Raumplanung nicht im Inland ausgebildet worden. (pd/mt)