Nachwachsende Baustoffe: Luftiger Wohnen im Bambushain

Nachwachsende Baustoffe: Luftiger Wohnen im Bambushain

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle:
Zuhause im Bambushain: So könnte eine Siedlung oder vielmehr eine aus Bambus erbaute Stadt aussehen. (zvg) 1/3

Sehr grün und sehr luftig - so stellen sich die Architekten vom Büro Penda die Stadt der Zukunft vor. Sie haben eine Struktur entwickelt, mit der sich beinahe beliebig grosse Bauten aus Bambus erstellen lassen.

Alles begann 2013 mit einem geschwungenen, an zwei stilisierte Blätter erinnernden Pavillon aus Bambus für eine Gartenschau in China. Seither ist das Architektenpaar Chris Precht und Dayong Sun, Gründer des Büros Penda mit Niederlassungen in Wien und Peking, fasziniert vom nachwachsenden Baumaterial. Sie haben eine Struktur aus Bambus entwickelt, mit der sich sowohl grosse als auch kleine Bauten erstellen lassen. Diese besteht aus auf den Kopf gestellten Pyramiden, die beliebig oft aneinander gefügt werden können und gewissermassen aus X-förmig angeordneten Bambusstäben geflochten werden. In das so entstandene Gerüst werden dann einzelne Räume eingefügt.

Vergangenes Jahr stellten sie ein Hotel aus dem luftigen Gebilde vor. Mittlerweile planen sie auf diese Weise bis 2023 eine ganze Stadt für 20‘000 Menschen in einem Bambushain zu errichten.  «Angesichts verantwortungsloser Stadtplanungen, ökonomischen Krisen und der Luftverschmutzung muss der Prozess des Bauens dringend überdacht werden», erklären die Architekten ihre Idee. Die Verwendung natürlicher Materialien wie Bambus in Verbindung mit einem intelligenten modularen System ermögliche es, in jede Richtung zu wachsen. (mai)