„Mono Lamp“ – Das Testbild ist auch eine Lampe

„Mono Lamp“ – Das Testbild ist auch eine Lampe

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Teaserbild-Quelle:
Simone Fogacs mit einem Prototypen der Lampe. (www.monolamp.com) 1/3

Eine Leuchte für Retrofernsehfans und Freunde der Technik von Gestern: Simon Forgacs hat eine Lampe entworfen, die wie ein dreidimensionales Testbild aussieht.

„Als Kind habe ich es manchmal stundenlang angestarrt“, erzählt der ungarische Designer Simon Forgacs im Werbevideo für seine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo. „Vielleicht auch nur für einige Minuten, aber es hat mich trotzdem fasziniert. Die seltsamen geometrischen Formen und bunten Farben wohnten in derselben Kiste, aus der ‚Krieg der Sterne‘ oder ‚Back to the Future‘ flimmerten.“  Und nun will er es wieder zum Leben erwecken – und zwar drei- und nicht zweidimensional: das Testbild. Er hat eine globusförmige Lampe aus Aluminium und Holz entworfen, die mit dem Testbild bedruckt ist. Die Leuchte soll dereinst in unterschiedlichen Versionen produziert werden. Schliesslich gibt es das Testbild ebenfalls in unterschiedlichen Ausgaben, in Schwarzweiss oder in Farbe.

Ob die Kugeln eines Tages Wohnungen erleuchten und das Herz von Freunden des Retrofernsehens höher schlagen lassen, ist noch nicht ganz sicher. Dies, weil Forgacs Aktion auf Indiegogo  für die Produktion seiner „Mono Lampe“ eine sogenannte „Fixed Funding“-Kampagne ist. Das heisst, das Ziel von 36‘000 Dollar muss erreicht werden, ansonsten lässt sich die Lampe nicht produzieren. Bis jetzt sind rund 17‘338 Dollars zusammengekommen, für den Rest des Betrages bleiben noch rund drei Wochen.

Die Leuchte sei ein Fanprojekt, das ihm sehr wichtig sei, sagt Forgacs, der sich als Tech-Geek bezeichnet und sich sonst vor allem mit Start-Ups und Software beschäftigt. Somit bleibt zu hoffen, dass er  genug Geld sammelt, und seine Hommage an das Fernsehen seiner Kindertage verwirklichen kann. (mai)

Über Fernsehtestbilder

Testbilder waren entweder physische Karten, die in den Schwarzweiss-Fernseher eingebaut waren, oder die Übertragung von der Aufnahme einer solchen Karte. Derartige Karten immer noch oft zur Kalibrierung, Angleichung und Abstimmung von Kameras und Camcordern genutzt. Ihr Design gründet auf Mustern, die Kameras und Empfängern ermöglichen, die  Schärfentiefe perfekt einzustellen. Einst weit verbreitet sieht man Testbilder heute nur noch sehr selten abseits von Fernsehstudios, der Nachproduktion und der Verteilung. (mgt)

Weitere Infos: www.monolamp.com