Mobimo: Mietgeschäft entwickelt sich besser als Verkäufe

Mobimo: Mietgeschäft entwickelt sich besser als Verkäufe

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Zwar konnte das  Immobilienunternehmen Mobimo vergangenes Jahr die Mieterträge steigern. Aber die Einnahmen aus dem Verkauf von Liegenschaften und Dienstleistungen gingen markant zurück. Damit liegt der Gewinn unter dem Strich unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Reingewinn von Mobimo belief sich im 2014 auf 63,2 Millionen Franken. Das sind 24 Prozent weniger als noch 2013, allerdings lässt sich der Rückgang hauptsächlich auf geringere Bewertungsgewinne zurückführen. Aber auch der Erfolg im Geschäftsbereich Stockwerksverkauf und Projektentwicklung ging um etwa einen Fünftel auf 24,9 Mio Fr. zurück. Der Ertrag aus den vermieteten Objekten stieg hingegen netto um 11 Prozent auf 87,6 Mio. Fr.

Den Rückgang im Geschäftsbereich Stockwerksverkauf und Projektentwicklung erklärt Mobimo in erster Linie mit der geringeren Zahl verkaufter Wohnobjekte. Die Projektentwicklung habe sich dagegen erfreulich entwickelt, teilt das Immobilienunternehmen mit. Gegenüber dem Vorjahr hat die Quote der leerstehenden Wohnungen um 1,5 Prozentpunkte auf verhältnismässig hohe 5,4 Prozent zugenommen. Mobimo führt die hohe Quote im wesentlichen auf Liegenschaften zurück, die neu ins Anlageportfolio übernommen wurden und am Bilanzstichtag noch nicht voll vermietet gewesen sind.

Mobimo-Chef Christoph Caviezel zeigte sich an einer Medienkonferenz aber zuversichtlich und konnte für eine der betreffenden Liegenschaft bereits einen Grossmieter präsentieren. Auch mit dem Geschäftsverlauf insgesamt ist das Management zufrieden. Zwar wurde das Vorjahresresultat operativ nicht ganz erreicht. Dies sei aber absehbar gewesen, weil das Vergleichsjahr 2013 in dieser Hinsicht ein absolutes Rekordjahr gewesen sei, so Finanzchef Manuel Itten. „In 2014 haben wir eine gewisse Normalisierung gesehen.“

Auf die weitere Entwicklung des Schweizer Immobilienmarkts blickt Mobimo „verhalten zuversichtlich“. Der steigende Anteil Anlageliegenschaften sorge für ein stabiles Wachstum der Mieterträge. Auch die Chancen in der Entwicklung von Stockwerkeigentum bleiben den Angaben zufolge gut. Allerdings nehme der Verkaufsprozess von Wohneigentum wieder mehr Zeit und Beratungsaufwand in Anspruch. Im Mietwohnungsmarkt, auch im höheren Segment, sei die Nachfrage weiterhin gut, heisst es weiter.  Der Markt für Büro- und Gewerberäume stagniere aber. (mai/sda awp)