Mit Kränen zum Krösus

Mit Kränen zum Krösus

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
Die chinesische Sany Group gehört zu den Aufsteigern am internationalen Baumaschinen-Himmel. Und machte ihren Hauptaktionär 2010 zum vermögendsten Mann im Reich der Mitte.
 
Einmal mehr zeigt sich, dass Geschäfte rund ums Bauen sehr einträglich sein können. Während der reichste Schweizer, Ingvar Kamprad, seine Brötchen mit Objekten fürs fertige Zuhause verdient, arbeitet der vermögendste Chinese des Jahres 2010 mit gröberem Geschütz. Der Grossindustrielle Wengen Liang fertigt Baumaschinen, die er über seine Sany Group verkauft. Der anhaltende Bauboom in der Volksrepublik bescherte dem 55-jährigen ein Vermögen von 70 Milliarden Yuan – rund 10 Milliarden Franken. Auf dem zweiten Platz liegt Zong Qinghou, dem der Getränkehersteller Wahaha gehört. Er besitzt 68 Mrd. Yuan.
 
Die erst im Jahre 1989 gegründete Sany Group hat sich innerhalb zweier Jahrzehnte zu einem der grössten Baumaschinenhersteller weltweit entwickelt. Seit letztem Herbst hat die Firma auch eine Niederlassung in Europa. Rund 100 Mio. Euro wurden in das neue Betriebsgebäude in Bedburg bei Köln gesteckt, wo auch produziert wird. Und auch auf dem alten Kontinent scheint das chinesische Unternehmen erfolgreich zu sein: Laut der Marketingverantwortlichen Christiane Linkenbach hat sich der Mitarbeiterbestand innerhalb eines Jahres auf rund 200 verdoppelt.
 
Vorerst werden im Euroraum nur Fahrmischer, Betonmischer und Betonpumpen verkauft. Die Einführung einer erweiterten Palette soll Zug um Zug geschehen so Linkenbach. Zwar sei der chinesische Markt mit Abstand der wichtigste für die Sany-Gruppe, doch würden auf den anderen Kontinenten immer bessere Absatzzahlen erreicht. Neben fünf Standorten in China gibt es auch Entwicklungs- und Produktionszentren in Brasilien, Indien, USA und in unserem nördlichen Nachbarland. 2010 erreichte der Konzern rund 5 Mrd. Euro Umsatz und beschäftigte über 50 000 Menschen. (tst)