Mit der Schwebebahn in die Masoalahalle

Mit der Schwebebahn in die Masoalahalle

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Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
 
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Wann genau die ersten Gondeln Richtung Masoalahalle schweben steht noch nicht fest.
 
 
Die Besucherströme in den Zürcher Zoo wachsen stetig. Das Parkplatz-Angebot ist beschränkt und noch mehr Individualverkehr soll vermieden werden. Mit dem öffentlichen Verkehr kann der Zoo nur mit dem Tram erreicht werden. Seit Jahren wird deshalb über eine bessere Anbindung an S-Bahn, Glatttalbahn und VBZ-Netz diskutiert. Mit dem nun fest gelegten Gestaltungsplan wurde für das Zooseilbahn-Projekt zwischen dem im Glatttal gelegenen Bahnhof Stettbach und dem Zoo ein wichtiger Meilenstein gesetzt.
 
 
Die Analyse verschiedenster Erschliessungsvarianten, unter anderem einer Tramverlängerung, haben gezeigt, dass eine Zooseilbahn gegenüber anderen Szenarien deutliche Vorteile aufweist.

Natur- und Heimatschutz redeten mit

Bei der Erarbeitung des Gestaltungsplanes wurden verschiedenste Einwendungen und Anregungen berücksichtigt. Diese kamen vor allem von den Städten Zürich und Dübendorf, vom Natur- und Heimatschutz sowie von diversen kantonalen Fachstellen. Dabei ging es beispielsweise um den Verlauf der Trassen und die sieben Stützenstandorte mit Blick auf Landschaftsschutz oder archäologische Zonen; ferner um die Eingliederung ins Naherholungsgebiet, um Lärmemissionen oder die bauliche Ausgestaltung der Tal- und der Bergstation. Definiert wurden ferner die Waldbereiche, in denen der Bewuchs entlang dem Seilbahntrassee begrenzt wird. Schliesslich legt er die Zufahrtsbereiche zu den Anlageteilen sowie den Verlauf der Trassen für die Signalkabel fest.

Umstrittene Parkplatzfrage

Die Stadt Dübendorf, auf deren Gemeindegebiet die S-Bahn-Station Stettbach liegt, steht dem Projekt Zooseilbahn eher ablehnend gegenüber. Sie verlangt für den Fall der Realisierung zusätzliche Parkplätze bei der Talstation. Dies stösst jedoch beim Kanton auf Ablehnung mit der Begründung dass es sich bei der Seilbahn um ein reines ÖV-Projekt handelt, das lückenlos an die Verkehrsdrehscheibe Stettbach (S-Bahn-Netz, Glattalbahn, VBZ-Netz) anschliesst. Schliesslich sei die Zooseilbahn Teil der breit abgestützten Bemühungen, die wachsenden Besucherströme des Zoos auf den öffentlichen Verkehr zu leiten.
 
Die Prüfung des Plangenehmigungsgesuchs für die Zooseilbahn umfasst eine förmliche Umweltverträglichkeitsprüfung. Zentrale umweltrechtliche Aspekte wurden soweit erforderlich auch bereits vom Kanton geprüft. Gestützt auf die eingeholten Berichte verschiedener Amtsstellen bei Bund und Kanton sind entsprechende Erkenntnisse und Auflagen in der Überarbeitung des Gestaltungsplans berücksichtigt worden. Aus Sicht der Umweltfachstellen ist die Zooseilbahn umweltverträglich realisierbar. Die beteiligten Stellen erwarten deshalb keine grundsätzlichen Einwendungen des Bundes. (mai/mgt)
 
 
 
Weitere Informationen: www.zooseilbahn.ch