Mit dem Rest der Welt verkabelt

Mit dem Rest der Welt verkabelt

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Noch ist Kuba das einzige Land in der westlichen Welt, das nicht an das globale Glasfasernetz angeschlossen ist. Mit der Hilfe von Venezuela soll sich dies ändern.
 
Weil Kuba keinen Zugang zum globalen Glasfasernetz hat, kann die Bevölkerung nur über teure Satellitenverbindungen ins Ausland telefonieren oder im Internet surfen. Doch bald wird es günstiger: Ein Spezialschiff soll Kuba mit dem Rest der Welt verbinden. Das Schiff habe genug Glasfaserkabel an Bord, um ein Unterseekabel von Venezuela nach Kuba zu legen, erklärte das französische Unternehmen Alcatel-Lucent, das das Projekt durchführt. Bis Juli solle das Kabel angeschlossen sein. Dies ist zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Zuvor muss das Kabel aber erst von der venezolanischen Stadt Camuri 1'600 Kilometer weit über den Meeresboden nach Siboney im Osten Kubas verlegt. Bis Juli soll das Kabel angeschlossen sein.
 
Das Projekt war von der Firma Telecommunications Gran Caribe in Auftrag gegeben worden, die ein Joint Venture des stattlichen Telekommunikationsunternehmens Kubas und desjenigen Venezuelas ist. Ist das Kabel fertig verlegt, will man die Verbindung bis nach Jamaika verlängern.
 
Kosten für das Projekt wurden mit rund 50 Millionen Euro angegeben. (mai/sda)