Mit dem Lift ins All

Mit dem Lift ins All

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: FlyingSinger/flickr
Warum fliegen, wenn es auch mit dem Lift geht? – Die japanische Baufirma Obayashi will einen Lift ins Weltall bauen. Dabei geht es um eine Aussichtsplattform in 36'000 Kilometern Höhe, von der aus gut betuchte Passagiere die Erde bestaunen können.
 
FlyingSinger/flickr
Quelle: 
FlyingSinger/flickr
So könnte ein Lift ins All aussehen. Allerdings bestünde die Verbindung zur Erde aus flexiblen Nanoröhren.
 
Den Lift stellen sich die Ingenieure von Obayashi als eine 96'000 Kilometer lange Röhre vor, in der ein Hochgeschwindigkeitsaufzug mit einer Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern bis zu 30 Passagiere in den Orbit katapultiert. Die Reisezeit betrüge etwa eine Woche. Allerdings soll das „hochfliegende“ Projekt nicht nur Touristen sondern auch Wissenschaftlern zugute kommen. Diese könnten mit Hilfe des Aufzugs ein Viertel der Strecke bis zum Mond zurücklegen. Zudem soll die Plattform nicht nur mit Wohnräumen sondern auch mit Labors ausgerüstet werden.
 
Laut den Experten von Obayashi lässt sich die Vision technisch umsetzen, und könnte 2050 betriebsbereit sein. Zudem räumte das Unternehmen ein, dass man die Kosten noch nicht einschätzen könne; einen Investor gibt es noch keinen. Noch nicht geklärt ist auch der Standort der Riesenröhre.

Obayashi ist eine grosse japanische Baufirma. Zurzeit baut sie Japans höchstes Gebäude, den Tokio Sky Tree mit einer Höhe von 634 Metern. Das Bauunternehmen zeichnete auch für den Bau des „Stadium Australia“ für die Olympischen Spiele in Sydney verantwortlich und ist für seine Mitarbeit an der Konstruktion der U-Bahn in Dubai bekannt.(mai/sda)