Mietpreise: Noch teurer wohnen am Genfersee

Mietpreise: Noch teurer wohnen am Genfersee

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Im März sind die Mieten in der Schweiz weiter angestiegen  – wenn auch nur moderat. Jedoch gibt es grosse regionale Unterschiede. Am stärksten haben sie sich im Gebiet um den Genfersee erhöht, während sie im Tessin am stärksten zurück gegangen sind. Dies zeigt der Swiss Real Estate Offer Index, den das Immobilienportal Immoscout in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI allmonatlich veröffentlicht.

Die Mietpreise der auf Immoscout inserierten Wohnobjekte in der Schweiz sind im vergangenen Monat insgesamt leicht gestiegen: Während in der Grossregion Genfersee mit einem Plus von 0,8 Prozent die grösste Wertzunahme verzeichnet werden konnte, gingen die Mietpreise im in der Grossregion Tessin am stärksten zurück, und zwar um 2,4 Prozent. Immoscout-Direktor Martin Waeber rechnet für dieses Jahr mit weiter anhaltenden Investitionen in den Haus- und Wohnungsbau: „ Das günstige Zinsniveau, beziehungsweise der anhaltende Anlagenotstand lässt Immobilienanlagen attraktiv bleiben.“ Dies wirke sich stabilisierend auf die Mieten aus.

Das generelle Mietzinsniveau unterscheidet sich in den einzelnen Landesteilen teils stark. Wie der  Swiss Real Estate Offer Index zeigt, liegt gesamtschweizerische mittlere, jährliche Mietpreis pro Quadratmeter Nettowohnfläche bei rund 266 Franken. Klar über dem Schweizer Durchschnitt rangieren die Regionen Zürich mit 316 Franken und Genfersee, wo pro Jahr und Quadratmeter gemieteter Wohnfläche im Schnitt 304 Franken berappt werden müssen. In diesen Regionen fallen demnach für eine Wohnung mit 100 Quadratmetern Wohnfläche fallen jährliche Mietkosten von über 30‘000 Franken an.

Zum Vergleich: In der Region Espace Mittelland oder der Ostschweiz liegen die Kosten für eine vergleichbare Wohnung im Mittel rund 25 Prozent tiefer. Weil in den Hotspots Zürich und Genferseeregion die Nachfrage nach teuren Luxusobjekten jedoch eingebrochen ist, dürfte sich laut Waeber die Preisschere in Zukunft jedoch verringern.

Bei den Einfamilienhäusern notierte der Swiss Real Estate Offer Index per Ende März bei einem Stand von 6026 Franken pro Quadratmeter Nettowohnfläche, was einem monatlichen Anstieg von 1,1 Prozent entspricht. Auch die Angebotspreise für Eigentumswohnungen haben in derselben Zeitperiode zugenommen, um 1,5 Prozent. Auf Jahresbasis beträgt der Anstieg bei den Eigentumswohnungen 2,3 Prozent und bei den Einfamilienhäusern 0,6 Prozent. (mai/mgt)