Metaanalyse FPRE: Wachstumsraten im langfristigen Durchschnitt

Metaanalyse FPRE: Wachstumsraten im langfristigen Durchschnitt

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Zum Jahresbeginn zeichnet die Metaanalyse des Immobilienberatungsbüros Fahrländer Partner (FPRE) ein weiterhin positives Bild der Gesamtwirtschaft. Positive Werte resultieren aus der Industrie, während das Baugewerbe auf gutem Niveau verharrt. In näherer Zukunft kann weiterhin mit ansprechenden Wachstumsraten nahe beim langfristigen Durchschnitt gerechnet werden.

Die aktuelle Metaanalyse Konjunktur fasst die Erkenntnisse aller relevanten Indikatoren und Prognose-Institute der Schweiz – Seco, KOF; CS; UBS; Créa und BAK – zusammen. Aus den Prognosen einzelner Institute wird jeweils ein mittlerer Prognosewert errechnet, der einen breit abgestützten mittleren Prognosewert ergibt. Die Mittelwerte aller erwähnten Institute für eine BIP-Prognose rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von +1,6% in diesem Jahr und mit +2.1% im 2018. 

Aussenhandel mit mehr Potential: Trotz Frankenschock prognostizieren sämtliche Institute ansprechende Steigerungen bei den Exporten von +2,9% für 2017 und von +3,6% für 2018. Bei den Importen werden + 3,6% im 2017 und +4,3% für 2018 prognostiziert. Künftige Entwicklungen in der EU (bevorstehende Wahlen, Brexit) und beim Euro könnten noch für Irritationen sorgen.  

Konsum mit etwas Wachstum: Die Prognosen für den Privatkonsum mit einem Medienwert aller Prognosen von +1,1% für dieses und +1,4% für das nächste Jahr bleiben gedämpft.  Auch die Medianwerte für den öffentlichen Konsum liegen mit +1,4% für 2017 und +1,1% im 2018 auf einem stabilen Niveau. Grössere Steigerungen sind angesichts der für viele öffentlichen Haushalten diskutierten Sparmassnahmen nicht zu erwarten. 

Teuerungsrate verlässt den Minusbereich: Erstmals seit langem bewegen sich die Erwartungen für die Teuerung im Plusbereich mit bescheidenen +0,4% im 2017 und +0,5% im 2018.     

Ausrüstungsinvestitionen: Der Mittelwert aller Prognosen für die Ausrüstungsinvestitionen verbessert sich auf ein Plus von +2,0% für das laufende Jahr und von +3,0% für 2018. 

Bauwirtschaft im Plusbereich: Bei den Bauinvestitionen werden Steigerungen erwartet von +1,5% im 2017 und von +1,9% für 2018. 

Lmmobilienpreise: Gemäss Immobilienpreisindizes FPRE tendierten die Preise für Eigentumswohnungen im gehobenen und mittleren Segment im 3. Quartal 2016 seitwärts während sie sich im unteren Segment dynamisch entwickelten mit +2,7% zum Vorquartal und +9% zum Vorjahresquartal. Dagegen werden Einfamilienhäuser in allen Segmenten günstiger gehandelt mit -2,8% zum Vorjahresquartal und -3,9% zum Vorquartal. Auch hier leidet das gehobenste Segment am stärksten mit -4,5% im Vergleich zum Vorquartal. 

Bei den Mehrfamilienhäusern zeigt sich nach wie vor  eine solide bis steigende Tendenz bei der Nachfrage, den Erträgen, Anfangsrenditen und Marktwerten. Ein Teil dieser Entwicklung geht zweifellos auf das Konto des allgemeinen Anlagenotstandes. 

Für Büro- und Geschäftshäuser werden nach wie vor stagnierende bis sinkende Preise auf Grund rückläufiger Mieten vor allem auch an peripheren Lagen erwartet. Trotz einem leicht  verbesserten Beschäftigungwachstum zeichnet sich in diesem Marktsegment noch keine Trendwende ab.  Auch Verkaufsflächen leiden vor allem an periphere Lagen und auch die sich ändernden Einkaufsverhalten  (Onlinehandel, Einkaufstourismus) zeitigen negative Einflüsse. 

Wohnungsmieten: Gemäss Marktmietenindizes FPRE entwickeln sich die Wohnungsmieten rückläufig mit -0,6% noch im 3. Quartal 2016. Im Neubau fällt dieser Rückgang mit -1,2% noch deutlicher aus.  

Baubranche: Der Bauindex (CS und SBV) zeigt sich mit respektablen 144 Punkten in solider Konstitution.  Der Tiefbau hält sich mit einem Plus von +3,0% gegenüber dem Vorquartal und der Hochbau reflektiert mit +10,6% weiterhin eine stärker werdende Nachfrage. (mai/mgt)