Messe der Rekorde und Premieren

Messe der Rekorde und Premieren

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Teaserbild-Quelle: Ben Kron
Mit einem neuen Besucherrekord und zufriedenen Ausstellern endete in Basel der wichtigste Event der Schweizer Bau- und Architekturszene. Dazu konnte die Swissbau mit einer ganzen Reihe von Premieren aufwarten.
 
Die Schweizer Bauwirtschaft boomt und hat gleichzeitig eine Reihe anspruchsvoller Aufgaben zu bewältigen: So muss mit den knappen Bauland-Reserven sorgfältig umgegangen werden, wie Bundesrat Johann Schneider-Ammann, in seiner Eröffnungsrede zur Swissbau betonte. Der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartments wörtlich: «Das Zukunftsrezept heisst, einerseits sorgfältig mit dem Kulturland umzugehen, anderseits verdichtet und nachhaltig zu bauen und die brachliegenden Industrieflächen zu neuem Leben zu erwecken.» Damit sprach der Wirtschaftsminister auch ganz im Sinne der Messeverantwortlichen, welche für die Ausgabe 2012 die Schwerpunkte Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gewählt hatten.
 
Diese aktuellen Themen der Branche spiegelten sich in der Swissbau wieder, dem seit bald 40 Jahren wichtigsten Schweizer Treffpunkt für Architekten und Baufachleute aller Couleur. „Wir sind die Leitmesse der nationalen Bau- und Immobilienbranche und haben, das darf man so sagen, eine europäische Ausstrahlung“, unterstreicht Messeleiter Rudolf Pfander.
 

115'000 Besucher

Pfander durfte sich auch darüber freuen, dass der noch immer anhaltende Boom der Branche sich in den Zahlen der diesjährigen Messe niederschlug. Die Ausgabe 2012 wird in die Rekordbücher eingehen: 6,5 Prozent mehr Besucher, in Zahlen insgesamt 115'000, wurden an den fünf Tagen gezählt. Dazu belegten knapp 1300 Aussteller die fünf nach Themen gegliederten Messehallen, was ein Plus von 7 Prozent bedeutet. Besonders wichtig für die Messemacher: Die Aussteller erteilten dem Event mehrheitlich Bestnoten und zeigten sich mit dem Erreichten sehr zufrieden, nicht nur was die Umsätze, sondern auch, was die Möglichkeiten des Networking angeht.
 
Neben dem eigentlichen Ausstellungsbetrieb erweiterten die Macher auch das Rahmenprogramm, um den Messe-Leitmotiven Nachhaltigkeit und Effizienz möglichst viel Präsenz und Gewicht zu verleihen. So wurde die Kompetenzplattform Swissbau Focus ins Leben gerufen, in deren Rahmen mehrere hochkarätig besetzte Diskussionsforen zum Thema „Nachhaltiges Bauen und Erneuern“ stattfanden. Herzstück der Veranstaltungsreihe, waren die vier Arenen, welche die Themen Energie, Gebäudelabels, Bauen im Kontext und aktuelle Fragen der Raumplanung und Bildung behandelten. Bei der Planung dieser Focus-Gespräche mit von der Partie waren die führenden Branchenverbänden und -organisationen, allen voran der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) und das Bundesamt für Energie mit dem Label EnergieSchweiz. 5000 Interessierte besuchten die verschiedenen Anlässe, womit sich die Messeleitung sehr zufrieden zeigte. Auch der Mitveranstalter SIA wertete die Reihe als Erfolg. Man habe, so Thomas Müller, der Leiter Kommunikation auf die Kernanliegen und die Positionen des Verbandes aufmerksam machen können.
 

Highlight 2014

Für die nächste Ausgabe der Swissbau, vom 21. bis 25. Januar 2014, warf ein Highlight schon dieses Jahr seinen Schatten voraus: Auf dem Messeplatz zwischen den bestehenden Gebäuden ragt schon jetzt der mächtige Kubus der neuen Ausstellungshalle von Herzog und de Meuron in die Höhe. Der Neubau der Basler Stararchitekten wird nicht nur die Nutzfläche deutlich erhöhen, sondern dem Messestandort zu einem neuen Gebäude-Juwel verhelfen. (bk)