Menschen sind auch Eisbären

Menschen sind auch Eisbären

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Teaserbild-Quelle: zvg
 
 
 
Sind Eisbärinnen trächtig, graben sie eine ­Geburtshöhle in den Schnee. Dabei handelt es sich um einen Eingangstunnel, eine Kammer für die Mutter und eine weitere für die Kleinen. ­Inspiriert von der Tierwelt, haben die Architekten Lukasz Szlachcic, Anais Mikaelian, Laila Selim und Bita Mohmadi ein Konzept für Forschungsstationen in der Arktis entworfen. Allerdings ­sehen sie mehr als zwei Räume vor.
 
«Die Station soll aus Material gebaut werden, das es vor Ort gibt», erklären die Architekten. Sie wollen mit Robotern ein ganzes Netz aus ­Höhlen und ­wurmartigen Gängen in Schnee und Eis bohren, ähnlich einem Ameisenhügel. Die grösste ­Herausforderung ist die Qualität des ­Eises, die unter anderem vom Klima beeinflusst wird. So variiert beispielsweise seine Dicke je nach Lage und Klima. Das kalte Baumaterial hat aber auch Vorteile. «Eis verfügt über eine einzigartige Struktur, was die Licht- und Belüftungsqualität anbelangt», so die Architekten. Zudem erkennen sie Parallelen zu Beton.
 
Ob die Eisstation dereinst gebaut wird, wird sich zeigen. Immerhin gewinnt man auf www.polarants.com den Eindruck, dass es ­möglich ist. (mai)