Meiler von Mühleberg wieder hochgefahren

Meiler von Mühleberg wieder hochgefahren

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Teaserbild-Quelle: BKW FMB Energie AG
Die BKW FMB Energie AG (BKW) hat nach Abschluss der Jahresrevision das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) am Wochenende wieder in Betrieb genommen. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hat die Nachrüstungen abgenommen und die Freigabe für das Wiederanfahren der Anlage erteilt. Aber nicht ganz ohne Vorbehalte.
 
BKW FMB Energie AG
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BKW FMB Energie AG
Läuft seit dem Wochende wieder: Das Atomkraftwerk Mühleberg.
 
Während knapp drei Monaten war das KKM in Revision. Nebst dem Brennelementwechsel und den jährlichen wiederkehrenden Arbeiten wurde die Kühlwasserentnahme aus der Aare verbessert. Damit wird gewährleistet, dass die Wasserversorgung des SUSAN-Notstandgebäudes nach Eintreten eines Extremereignissen verstopfungssicher erfolgt. Das ENSI hat die Arbeiten geprüft und abgenommen.
 
Zudem hat die BKW im Rahmen der Revision verschiedene wichtige Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt sowie die Sicherheitssysteme der Anlage den üblichen wiederkehrenden Überprüfungen, unter anderem am Kernmantel, unterzogen. Dieser stellt gemäss Ensi trotz der bekannten Risse bis auf weiteres kein Risiko dar. Er erfülle seine Funktion in den nächsten Jahren auch ohne Zusatzmassnahmen. Das ENSI besteht allerdings darauf, dass die BKW bis Ende Jahr für den Langzeitbetrieb eine Lösung präsentiert, die zusätzliche Sicherheit garantiert. Die vor 15 Jahren installierten Zuganker genügen den Anforderungen des ENSI für den Langzeitbetrieb nicht.
 
Schwerpunkte der Jahresrevision 2011 bildeten umfangreiche Wiederholungsprüfungen und Arbeiten am und im Reaktordruckbehälter. Dabei wurden unter anderem. Rohrleitungsschweissnähte mit einem qualifizierten Ultraschallprüfsystem geprüft. Der Kernmantel wurde ebenfalls mit einem neuen, dem aktuellsten Stand der Technik entsprechenden Prüfsystem untersucht.
 
Für den Betriebszyklus 39 ersetzt die BKW 36 der 240 Brennelemente durch neue Brennelemente. Während der Revisionsarbeiten standen insgesamt über 1000 Fachkräfte im Einsatz, 330 Mitarbeitende der BKW und rund 700 externe Fachkräfte aus dem In- und Ausland. (mh)