Mehr Strom aus der Luft

Mehr Strom aus der Luft

Gefäss: 
Das Potenzial für Windenergie in der Schweiz ist laut Suisse Éole grösser als angenommen. Sie ist deshalb überzeugt, dass bis 2035 zehn Prozent des Schweizer Stroms aus der Luft gewonnen werden können.
 
Effizienzsteigerung heisst das Zauberwort, das die Befürworter der Windenergie in ihrer ­Annahme beflügelt. In Zahlen ausgedrückt heisst dies: Die Stromproduktion könnte bis 2035 mit 120 neuen, höheren Windparks auf 6 Terrawattstunden (TWh) ge­steigert werden. Das glaubt die Suisse Éole, die Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz. Der Bundesrat rechnet mit 1,7 TWh. Ermöglichen ­sollen des spezielle Anlagen, die auch in mittelstarken Windregionen Strom gewinnen ­können. Voraussetzung dafür sind allerdings ­wesentlich längere Rotorflügel. Sie sollen die ­heutige Standard-­Gesamthöhe der Anlagen von 150 Metern nur geringfügig – zwischen 14 und 34 Metern – vergrössern. Bei Suisse Éole schätzt man das ­Potenzial noch weit höher ein als die angestrebten 6 TWh. Selbst wenn um die Anlagen ein ­Lärmschutzpuffer von 300 Metern eingehalten werde, seien 20 TWh oder ein Drittel des heutigen Strombedarfs ­möglich. (mai/sda)