Mehr Lohn für Architekten und Ingenieure?

Mehr Lohn für Architekten und Ingenieure?

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Viele Architekten und Ingenieure sind nicht zufrieden mit ihrem Lohn. Viele denken deshalb über einen Branchen- oder gar einen Berufswechsel nach. Das geht aus der aktuellen Salärstudie von Swiss Engineering (SE) hervor.

Der durchschnittliche Zahltag eines Ingenieurs oder Architekten beläuft sich in der Schweiz auf jährlich 117‘000 Franken brutto. Wie die neuste Salärerhebung der SE bei über 3‘300 Erwerbstätigen aller Altersgruppen zeigt, hat er sich damit in den vergangenen Jahren kaum verändert. Von den Befragten verdient ein Viertel weniger als 92‘000 Franken, bei einem Viertel landet pro Jahr mehr 140‘000 Franken auf dem Lohnkonto. Die starken Abweichungen vom Mittel bei gut der Hälfte der Teilnehmer erklärt SE mit unterschiedlichen Positionen und Funktionen sowie mit der Studienrichtung und der Branche an sich. Dabei fiel allerdings auf, dass Grossunternehmen eher höhere Löhne auszahlen.

Ein Viertel der Befragten ist mit dem Lohn nicht zufrieden. Es überrasche vor diesem Hintergrund nicht, das ein Drittel der Umfrageteilnehmer heute gemäss eigener Einschätzung nicht mehr in einer klassischen Ingenieur- und Architekturfunktion arbeite, schreibt SE.  Das Salär spielt bei dieser beruflichen Entwicklung gemäss Aussage der betreffenden Personen eine wesentliche Rolle, nebst den Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitsinhalten in anderen Berufsfeldern. Der Zahltag ist denn auch Grund Nummer eins dafür, das er jeder fünfte in einer Ingenieur- oder Architektenfunktion den Wechsel in eine andere Funktion erwägt, etwa im Finanzmarkt oder in der Beratungsbranche.  Im Hinblick auf den Fachkräftemangel in den Bereichen Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft müsse dies zu denken geben, hält der Verband fest.

Positiver dürften Berufseinsteiger die Situation sehen: Sie finden laut SE relativ leicht eine Stelle. Mehr als die Hälfte der Berufseinsteiger unter den Befragten hatte spätestens zwei Monate nach Studienabschluss eine Stelle – und verdiente im Schnitt 82‘000 Franken. (mai/mgt)