Mehr Grossprojekte mit Holz

Mehr Grossprojekte mit Holz

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Eine Untersuchung der Marktentwicklung im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (Bafu) hat gezeigt: Die Anzahl der bewilligten Grossprojekte mit Holz hat in den letzten Jahren um mehr als 20 Prozent zugenommen.

Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Kompetenzbereich Marktforschung und Baumonitoring der Berner Fachhochschule Architektur, Bau und Holz. Wie Lignum, die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, auf ihrer Website schreibt, stützte sich das Forschungsprojekt auf die Baubewilligungen von Grossprojekten in Neubau und An-/Umbau der Jahre 2010 bis 2013. In dieser Zeit wurden in der Schweiz über 8500 Grossprojekte mit rund 20‘000 Gebäuden bewilligt. Die Baukosten beliefen sich auf rund 120 Milliarden Franken. Im wachsenden Markt seien von 2010 bis 2013 auch die Marktanteile des Werkstoffs Holz gestiegen. 2013 etwa wurden über 2300 Grossprojekte bewilligt, davon 7,3 Prozent mit Tragkonstruktionen in Holz und 11,5 Prozent mit Fassaden in Holz.

Auch Experten wurden befragt, knapp 300 an der Zahl. Die Ergebnisse zeigten, dass Grossprojekte mit Tragkonstruktionen in Holz überdurchschnittlich oft Holzfassaden aufweisen und dass zu knapp 80 Prozent Holz- beziehungsweise Holz-Metall-Fenster eingesetzt werden. Als wesentliche Entscheidungskriterien für die Holzbauweise können neben der Nachhaltigkeit und der Statik auch Anschaffungs- und Erstellungskosten, Aussehen/Ästhetik und Raumkomfort ausgemacht werden. Die Kostendifferenz zwischen Holz- und Massivbauweise wird, so schreibt Lignum, aus Sicht der Experten als eher abnehmend eingeschätzt, besonders, wenn gleichwertige Lösungen verglichen werden. Generell lasse sich für Grossprojekte mit Konstruktionen und/oder Fassaden mit Holz eine wachsende Akzeptanz feststellen, heisst es weiter.

Nach ihren Absichten gefragt, geben offenbar 30 Prozent an, in Zukunft Grossprojekte mit Holzeinsatz in der Konstruktion oder im Fassadenbereich zu planen, da sie gute Erfahrungen gemacht hätten. Weitere 50 Prozent können sich dies gut vorstellen und würden die Entscheidung jeweils projektspezifisch treffen. Nur ein geringer Anteil würde eine Konstruktion oder Fassade in Holz nicht weiterempfehlen. (pd/mt)