Mehr Geld für Sarner Entlastungsstollen

Mehr Geld für Sarner Entlastungsstollen

Gefäss: 
Auf dem langen Weg zu einem besseren Hochwasserschutz für Sarnen liegt ein neuer Stolperstein. Die vom Volk bewilligten 1,8 Millionen Franken für die Erarbeitung des Stollenprojektes Ost beim Hochwasserschutz für das Sarneraatal reichen nicht. Nun beantragt die Obwaldner Regierung einen Zusatzkredit von 1,1 Millionen Franken.
 
Allerdings sind die Mehrkosten für das Bauprojekt keine Überraschung: Vor der Abstimmung über das weitere Vorgehen beim Hochwasserschutz wurde darauf hingewiesen, dass die in der Initiative der IG Hochwasserschutz Sarnen festgeschriebenen 1,8 Millionen Franken wahrscheinlich nicht ausreichen, um ein bewilligungsfähiges Projekt auszuarbeiten. Dennoch entschied sich das Volk im vergangenen September für die Initiative für den Stollen Ost (Kredit 1,8 Mio. Franken) und lehnte den Gegenvorschlag von Regierung und Parlament ab, der neben dem Stollen Ost auch einen Stollen West (Kredit total 4,3 Mio. Franken) prüfen wollte.
 
Wie die Regierung in einer aktuellen Mitteilung erklärt, werden die 1,8 Millionen Franken nicht ausreichen. Notwendig seien 2,9 Millionen. In der Kostenzusammenstellung der Initiative fehlten verschiedene Leistungen, die für ein bewilligungsfähiges und vom Bund subventionierbares Projekt zwingend notwendig seien. Der Kantonsrat wird voraussichtlich am 27. Januar 2011 über den Zusatzkredit entscheiden. Dieser unterliegt dem fakultativen Referendum. (sda)
 
 

Bewegte Geschichte

Noch im Herbst vor zwei Jahren war alles klar gewesen: Regierung und Parlament hatten zur Tieferlegung und Verbreiterung des Flussbetts Ja gesagt. In der Folge machte sich aber eine starke Opposition breit, die das Problem mit einem Entlastungsstollen lösen wollte. Im Sommer letzten Jahres stellte sich schliesslich heraus, dass ein solches Projekt einiges mehr als die veranschlagten 47 Millionen Franken kosten würde; und zwar 76,5 Millionen. Dies löste heftige Diskussionen aus, zudem hagelte es massive Kritik am Baudepartment. Darauf nahm Baudirektor Hans Matter den Hut. In November 2009 wurde die Initiative zur Planung eines Stollens eingereicht, in der auch gleich fest gelegt wurde, dass das Projekt 1,8 Millionen kostet. (mai/sda)