Medizin hinter Glas

Medizin hinter Glas

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
Eine markante Glasfassade prägt dereinst das geplante neue Forschungsgebäude der Zürcher ETH: Die Bolthauser Architekten aus Zürich haben mit ihrem Vorschlag „Ammonit“ den Wettbewerb für das Zentrum für Medizintechnik gewonnen. Im Herbst 2013 starten die Vorbereitungsarbeiten für den Bau.
 
 
Die ETH Zürich baut die „Gesundheitswissenschaften“ aus und vereint deshalb verschiedene Forschungsbereiche im neuen Departement „Gesundheistwissenschaft und Technologie“ (D-HEST) zu einer Lehr- und Forschungseinheit. Zum D-HEST gehören Bewegungswissenschaften und Sport, Medizintechnik, Neurowissenschaften sowie die Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften. Offiziell wird das neue Departement 2012 gegründet und soll in einem neuen Gebäude mit dem Kürzel GLC unterkommen.
 
Für den Neubau veranstaltete die ETH einen Wettbewerb, aus dem das Projekt „Ammonit“ der Bolthauser Architekten aus Zürich als Sieger hervorging. Laut der Jury spricht vieles für den eigenwilligen Vorschlag: Die Fassade aus Glasbausteinen lasse nicht nur viel Licht ins Gebäude, sondern erinnere stimmig an Industrie- und Hochschulbauten der Moderne. Überzeugt hat das Projekt auch wegen seiner städtebaulichen Qualitäten, weil es „die strenge Geometrie der bestehenden ETH-Bauten“ aufnimmt. „Der Neubau fügt sich hervorragend in die bestehenden Gebäude ein. Damit werden diese ebenfalls aufgewertet und Synergien zwischen den verschiedenen Instituten und Departementen können genutzt werden“, lobt Professor Roman Boutellier, ETH-Vizepräsident für Personal und Ressourcen, das Projekt. Mit „Ammonit“ habe man eine gute und kompakte Lösung gefunden, heisst es in der Medienmitteilung der ETH. Denn ein wichtiges Kriterium beim Juryentscheid war zudem die Nachhaltigkeit des Gebäudes gewesen.

Wasser, Gletscher und Co.

Bevor das neue Gebäude aber realisiert werden kann, muss die alte Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) abgerissen werden. Darauf züpgelt die VAW auf den Hönggerberg. Das künftige, neue Forschungsgebäude nutzt die Fläche der ehemaligen VAW so aus, dass eine Nutzungsfläche von über 10'000 Quadratmetern entsteht. Hier sollen verschiedene Labortypen, Technologie-Plattformen und Büroräume Platz finden, die von zehn Professuren mit jeweils rund 20 Mitarbeitern genutzt werden. Für das GLC wurden Gesamtkosten von über 140 Millionen Franken veranschlagt. Mit den Vorbereitungsarbeiten für den Neubau wird im Herbst 2013 begonnen; im Sommer 2016 soll das Gebäude bezugsbereit sein. (mai)