Mauer der Rekorde wird 50

Mauer der Rekorde wird 50

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Teaserbild-Quelle: Toyliri/Wikimedia
Die Staumauer von Grande Dixence VS feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum. Am 22. September 1961 wurde der letzte Kübel Beton verbaut - drei Jahre früher als geplant. Deshalb findet am Samstag ein Tag der Offenen Türe statt.
 
 
Von offizieller Seite her wird der Geburtstag der höchsten Gewichtsstaumauer der Welt am Donnerstag gefeiert - exakt 50 Jahre nach ihrer Fertigstellung. Für die Öffentlichkeit ist am Samstag ein Tag der offenen Tür vorgesehen, dazu gehören unter anderem eine Ausstellung über die Entstehungsgeschichte des Bauwerks sowie Besichtigungsmöglichkeiten des Innern des Damms.
 
1951 startete der Bau der heutigen Mauer. Die Arbeiten am ganzen Kraftwerkkomplex Grande Dixence dauerten insgesamt 15 Jahre, bereits nach zehn Jahren konnte das Kraftwerk in Betrieb genommen werden. Mehr als 3000 Bauarbeiter, Geologen, Hydrologen und Ingenieure waren unter schwierigen Bedingungen auf rund 2400 Metern Höhe am Werk. Dabei kam es auch zu tödlichen Unfällen. Um die Arbeiter unterzubringen, baute man ein grosses Gebäude, welchem die Männer den Übernahmen „Le Ritz“ gaben. Heute ist das „Ritz“ ein Restaurant und ein Hotel.
 
Mit 285 Metern ist Grande Dixence die höchste Staumauer der Welt und hält einer Wassermenge von 400 Millionen Kubikmetern stand. Überhaupt ist Grande Dixence eine Staumauer der Rekorde: Sie wiegt rund 15 Millionen Tonnen und damit mehr als die grosse Pyramide von Cheops. Mit dieser Menge liesse sich eine Mauer von 1,5 Metern Höhe und zehn Zentimetern Breite rund um die Erde errichten.

Noch immer intakt

Der von Grande Dixence erzeugte Strom macht einen Fünftel der in der Schweiz erzeugten Speicherenergie aus. Damit versorgt das Kraftwerk rund 400'000 Haushalte mit Elektrizität. Mit der 2010 in Betrieb genommenen Zusatzanlage Cleuson-Dixence konnte die Produktionsleistung des Kraftwerkes von 800 auf 2000 Megawatt gesteigert werden. Innert dreier Minuten ist das Kraftwerk in der Lage, die Leistung, die einem Atomkraftwerk entspricht, ins Höchstspannungsnetz einzuspeisen. - Obwohl schon 50jährig, gilt Grande Dixence noch nicht als „alt“. Bisher wurden keine Schäden an der Staumauer festgestellt; sie steht unter ständiger Überwachung. (Pierre Berclaz, sda)
 
Weitere Informationen unter: www.grande-dixence.ch