Marode Reussbrücke bei Gnadenthal AG wird gesperrt

Marode Reussbrücke bei Gnadenthal AG wird gesperrt

Gefäss: 
Die über hundertjährige Reussbrücke beim aargauischen Gnadenthal ist in einem derart schlechten Zustand, dass sie gesperrt werden muss. Einmal mehr sind dringende Reparaturarbeiten nötig.
 
Während der vergangenen 20 Jahre wurde die 1909 errichtete Stahlbrücke zwischen Niederwil und Stetten laufend repariert und verstärkt. Dennoch ist ihr baulicher Zustand laut Aargauer Bau-, Verkehrs- und Umweltdepartement (BVU) dermassen kritisch, dass sie schon seit Jahren jeweils alle sechs Monate auf Schadstellen überprüft wird. Bei diesen Kontrollen sind immer wieder Schäden festgestellt worden, die umgehende Reparaturarbeiten erforderten. Die letzten Sanierungsarbeiten wurden 2011 vorgenommen. Im 2012 wurde schliesslich die zulässige Gewichtsbeschränkung wegen des sich stetig verschlechternden Zustands auf 3,5 Tonnen heruntergesetzt. Diesen Sommer sind bei den Kontrollen erneut grobe Schäden an der Stahlkonstruktion und an der Betonfahrplatte zu Tage getreten. Sie werden nun  zwischen dem 28. Oktober und dem 2. November repariert. Wie das BVU weiter mitteilt, soll überdies die Brücke mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 Stundenkilometer sowie einem Abstand bei schweren Fahrzeugen von 20 Metern zusätzlich entlastet werden.
 
Die Schäden hätten nun ein Ausmass erreicht, bei dem keine weiteren reinen Erhaltungsmassnahmen mehr möglich seien, teilt das BVU mit. Wie lange das aktuelle Verkehrsregime bei der Brücke aufrecht erhalten werden könne, sei ungewiss. Besonders der beschleunigte Schadenverlauf bei zahlreichen Roststellen lasse keine Aussagen über die Gebrauchsdauer der Brpücke zu. Das heisst: Nehmen die Schäden im Winter zu, schliesst das BVU nicht aus, dass Sperrungen nötig werden. (mai)